Viererpack von Kleine beschert Rhynern 4:0-Sieg

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Erzielte in Gütersloh alle vier Treffer für den SV Westfalia Rhynern: Lennard Kleine.

Gütersloh - Lennard Kleine musste erst gar nicht überlegen. Vier Tore in einem Spiel? „Nein“, lächelte der 23 Jahre alte Stürmer des SV Westfalia Rhynern, „die habe ich in der Oberliga in einem Spiel noch nie gemacht.“ Glatt mit 4:0 (1:0) hatte sich die Elf vom Papenloh im Heidewaldstadion im Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga beim FC Gütersloh durchgesetzt – und alle Tore hatte der überragende Kleine erzielt. „Da hatte ich mal einen Sahnetag“, freute sich der torgefährliche Angreifer, der nach der Partie von allen Seiten die Glückwünsche empfing.

Rafal Krumpietz, der als Coach den in Japan weilenden Cheftrainer Björn Mehnert vertrat, hatte auf das gleiche Personal gesetzt wie in der Vorwoche beim 5:0-Sieg gegen die Spvgg Erkenschwick. Lediglich Kleine rückte ein wenig zurück, agierte nicht als zweite Sturmspitze neben Xino Kadiu, sondern im offensiven Mittelfeld, um ein wenig mehr Kompaktheit im Spiel zu haben. Doch davon war in der Anfangsphase nichts zu sehen. Die Gütersloher bestimmten vor 435 Zuschauern das Geschehen und hatten durch Exauce Andzouana, der an Rhynerns Keeper Alexander Hahnemann scheiterte (6.), sowie Simon Schubert, der per Kopfball nur das Außennetz traf (14.), die ersten Möglichkeiten der Partie. „In den ersten 20, 25 Minuten hatten wir einige Probleme“, gab Krumpietz später zu. „Aber durch unsere Ballsicherheit haben wir dann die Spielkontrolle übernommen.“

In der Tat wurden die Rhyneraner anschließend stärker, setzten durch einen Schrägschuss von Mathieu Bengsch, der mit seinem Versuch den Außenpfosten touchierte, die erste Duftmarke, ehe Lennard Kleine mit einem Treffer der Marke „Tor des Monats“ sein erstes Erfolgserlebnis an diesem Sonntagnachmittag feierte. Nach einem langen Einwurf von Michael Wiese hatte die FCG-Defensive den Ball Richtung Straftraumgrenze geklärt. Dort aber stand Kleine, nahm aus 17 Metern Maß und traf per Volleyschuss zum 1:0 in den Winkel (33.). „So einen treffe ich einmal im Jahr“, meinte er nach der Partie, fügte nach einem kurzen Augenblick aber hinzu: „Nee, noch nicht einmal.“

Anschließend mussten Jan Apolinarski (37.) und Cihad Kücükyagci (42.) noch zweimal auf der Linie für den bereits geschlagenen Hahnemann retten, mehr brenzlige Situationen hatten die Gäste im weiteren Spielverlauf aber nicht mehr zu überstehen. Denn nach dem Wechsel ließen die Rhyneraner die Ostwestfalen kommen und starteten einen Konter nach dem anderen. Der erste, der vonErfolg gekrönt war, initiierte Thanh-Tan Tran, der auf Kadiu weiterleitete, der wiederum Kleine geschickt in Szene setzte. Der Rest war Formsache mit dem Treffer zum 2:0 (56.). Beim 3:0 ließ Kadiu eine Hereingabe von Lucas Arenz raffiniert an sich vorbeilaufen, so dass Kleine sein drittes Tor markierte (82.). Den Schlusspunkt setzte der Angreifer in der 90. Minute mit seinem Treffer zum 4:0-Endstand (90.), nachdem wenige Augenblicke zuvor Turgay Gemicibasi wegen groben Foulspiels an Arenz die Rote Karte gesehen hatte. „Die Jungs haben natürlich klasse Vorarbeit geleistet. Aber man muss da natürlich auch stehen“, sagte Kleine. „Es läuft wieder.“

Auch Krumpietz war mehr als zufrieden, dass er nach seinem Sieg im Pokal beim SVF Herringen auch in der Meisterschaft erfolgreich war. „Zweimal zu Null, zweimal gewonnen – ab Donnerstag kann Björn wieder übernehmen“, meinte der Co-Trainer – und fügte hinzu: „In der Offensive sind wir kaum zu halten. Und dass Lennard vier Tore macht, ist ja auch ein Beweis für die hohe Qualität.“

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