Viele Aufstiegsfavoriten in der Bezirksliga

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Die SG Bockum-Hövel musste in der Vorsaison lange zittern. Am Ende belegte sie Platz elf.

Hamm - Gleich sieben heimische Vereine gehen in der Fußball-Bezirksliga auf Punktejagd. Wird Vizemeister TuS Germania Lohauserholz wieder oben mitspielen? Der WA hat zum Abschluss der Vorbereitung mit den Trainern über den Leistungsstand ihrer Mannschaften und ihre Zielsetzungen gesprochen.

„Mit unserer Vorbereitung bin ich ganz und gar nicht zufrieden“, sagt Michael Scheffler, Trainer der Hölzkener. „Urlaub und kleinere Verletzungen haben uns aus dem Tritt gebracht.“ 20 Spieler zählt der aktuelle Kader der Mannschaft vom Hahnenbach, aber mit maximal 14 hat der TuS-Coach in den vergangenen Wochen in unterschiedlicher Zusammensetzung gearbeitet.

„Wir sind noch nicht soweit, um oben erfolgreich mitspielen zu können“, räumt er ein. „Wir werden noch zwei bis vier Wochen brauchen, um auf 100 Prozent zu kommen.“ Neben Warendorf sieht er in Aufsteiger SC Roland II den zweiten heißen Anwärter für die Meisterschaft.

Ralf Hettwer, Trainer der Oberliga-Reserve des SV Westfalia Rhynern, hat andere Favoriten ausgemacht. Er sieht Wiescherhöfen, Lohauserholz und Westönnen im Titelrennen ganz vorne mit dabei. Mit der Vorbereitung ist er nur „mittelprächtig“ zufrieden. „Einige Spieler waren in Urlaub, andere haben beim Oberligakader mittrainiert. Das ist für uns natürlich nicht optimal“, sagt der Coach. 

Mit dem, was er in den Testspielen gesehen hat, ist er nur bedingt zufrieden. „Die Leistung beim Turnier in Werne war in Ordnung. Die Gegner in den anderen Testspielen hatten jedoch nicht die Qualität, die ich mir erwartet hatte“, fügt Hettwer enttäuscht hinzu. Mit seinen jungen Spielern strebt er nach dem zuletzt vierten Rang bis Weihnachten einen einstelligen Tabellenplatz an. „Danach werden wir weitersehen“, sagt der Westfalia-Coach.

SG Bockum-Hövel will in ruhigere Fahrwasser

Mit der Vorbereitung seiner Mannschaft ist Steven Degelmann, Spielertrainer des TuS Wiescherhöfen, zufrieden. Im Pokalspiel gegen den Landesligisten SSV Mühlhausen hat der TuS gute Ansätze gezeigt. Die Umstellung auf ein 4-4-2-System ist gelungen. Nach Platz zehn streben Degelmann und seinen Männern nun eine Platzierung unter den ersten Sechs an. Favorit ist für ihn neben dem Nachbarn aus Hölzken auch das Team aus Warendorf.

Markus Matzelle, Trainer der SG Bockum-Hövel, wünscht sich mehr Konstanz im Spiel seiner Mannschaft. Mit 20 Spielern geht er in die neue Spielzeit, doch nach der Verletzung von Recep Bilgic und dem Ausfall dreier weiterer Akteure stehen nur noch 16 Mann zur Verfügung. „Im Notfall werden wir auf Verstärkungen aus der Reserve zurückgreifen“, erklärt der Coach des Tabellenelften. Durch den spielenden Co-Trainer David Schmid mit seiner Oberliga-Erfahrung hat die Qualität in Spiel und Training zugenommen, betont Matzelle, der so schnell wie möglich 40 Punkte holen will, um die Klasse vorzeitig zu sichern. Für ihn zählen Warendorf, Drensteinfurt, Lohauserholz und Westönnen zum Kreis der Titelanwärter.

Die Klasse vorzeitig sichern will auch Marian Christel, Trainer des SVE Heessen. „Die Saison soll stressfreier als die vorangegangene werden“, wünscht sich der Coach des Tabellenzwölften, der erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt klar gemacht hat. Mit den Neuverpflichtungen sieht er seine Mannschaft gut aufgestellt. „Was mir nicht so gefallen hat, ist die Urlaubsplanung meiner Spieler“, kritisiert Christel, der neben Lohauserholz und Warendorf noch Roland Beckum II zu den Favoriten zählt.

Die Vorbereitung ist für Erdal Akyüz, Trainer des TSC, traditionell nicht einfach. „Ich habe meine Spieler jetzt erst seit zehn Tagen zusammen“, erklärt er. „Vorher haben wir im kleinen Kreis trainiert.“ Doch er blickt optimistisch auf die neue Saison. „Wir haben uns in der Defensive verstärkt. Da haben wir zuletzt einfach zu viele Gegentreffer kassiert“, sagt Akyüz, der sich mit dem neuen Kader im oberen Drittel festsetzen will. Hölzken und die HSV-Reserve zählt er zu den Titelaspiranten.

Björn Wittchen, Trainer der Hammer SpVg II, sieht Lohauserholz und den TSC vorne mit dabei. Als Landesliga-Absteiger ist die Bezirksliga für ihn und sein Team Neuland. Mit der Vorbereitung ist er zufrieden. „Die Mannschaft hat hervorragend mitgezogen. Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft“, sagt er. „Im Jugendbereich waren wir immer vorne mit dabei, jetzt müssen meine Spieler im Seniorenbereich auch körperlich dagegenhalten. Gelingt das, dann haben wir mit dem Abstieg nichts zu tun.“ 

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