Durchwachsene Vorbereitung für die HSV-Reserve

Die HSV-Reserve möchte am Saisonende den Klassenerhalt bejubeln.
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Die HSV-Reserve möchte am Saisonende den Klassenerhalt bejubeln.

Hamm -  Eine gute Vorbereitung sieht wahrlich anders aus. Personalprobleme, durchwachsene Ergebnisse – wenn die Hammer SpVg II ab Sonntag das Unternehmen Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga angeht, nimmt die Mannschaft von Trainer Sebastian Brzezon nicht gerade viel Rückenwind mit.

„Ich hatte mir das ganz anders vorgestellt“, sagt der Coach. Immer wieder hatten ihm Ausfälle zu schaffen gemacht. In den finalen Tests hatte er berufs-, verletzungs- oder krankheitsbedingt gerade einmal noch 13 Akteure zur Verfügung. Zuvor hatte er bisweilen auf Akteure aus der A-Jugend zurückgegriffen. Besonders schwer wog dabei der Umstand, dass er immer wieder an seiner Vierer-Abwehrkette basteln musste. „Das hat mich geärgert“, sagt Brzezon. Denn so fehlte es seinem Team an defensiver Stabilität. In den Partien gegen die klassentieferen Teams Warendorfer SU und SpVg Beckum kassierte die HSV-Reserve beispielsweise jeweils fünf Gegentreffer.

Doch die will der Coach nicht allein mit der personellen Misere erklären. Brzezon war nicht entgangen, dass seine Spieler große Konzentrationsschwächen offenbarten, dass sie bisweilen zu früh abschalteten und mitunter eklatante Fehler produzierten. „Das ist auch Kopfsache. Daran kann jeder Spieler arbeiten“, moniert der Trainer, den allerdings darüber hinaus ein anderer Punkt nachdenklich stimmte: „Auch wenn es sich hart anhört: Wir hatten in der Vorbereitung Spiele, in denen es uns an Qualität gefehlt hat.“

Das soll, das muss anders werden, wenn die HSV II als Tabellenvorletzter am Sonntag (15 Uhr) mit der schweren Partie beim SV Burgsteinfurt wieder in die Meisterschaft einsteigt. Neben dem TuS Dornberg, der sein Team zurückgezogen hat, werden noch zwei Absteiger gesucht, momentan wären die Hammer einer davon. „Wir haben 13 Finaltage“, sagt Brzezon daher mit Blick auf das Restprogramm. „Und wir werden mehr als die Hälfte der Spiele gewinnen müssen, um da unten rauszukommen.“

Dafür wird sein Team, das Brzezon vornehmlich im 4-2-3-1 mit Hüseyin Kücük und Mücahid Tunc als Doppel-Sechs agieren lassen wird, nicht nur die passende Einstellung an den Tag legen müssen. „Wir müssen immer wach und kämpferisch voll da sein. In der Landesliga wird jeder Fehler bestraft“, weiß der Coach und betont, dass sich zudem die Chancenverwertung verbessern muss – wobei die HSV-Reserve mit Mergim Deljiu einen Akteur hinzubekommen habe, „durch den wir deutlich an Qualität gewonnen haben“.

Ohnehin bereitet dem Trainer, der auf Verstärkung aus der ersten Mannschaft für die restlichen Partien hofft, das Offensivspiel die geringeren Sorgen. „An der Defensive müssen wir noch arbeiten“, verweist er auf die größte Baustelle, gibt sich trotz aller Probleme allerdings verhalten optimistisch mit Blick auf die erforderliche Aufholjagd. Schließlich ist Platz elf (SC Münster) nur zwei Punkte entfernt. „Es wird sehr schwer“, sagt Brzezon. „Aber wir müssen jetzt schnell den Hebel umlegen. Jeder muss 100 Prozent geben und voll mitziehen. Wir werden alles dafür tun, um nicht abzusteigen.“

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