HSV unterliegt Regionalligist RW Essen deutlich mit 1:6

Rene Lindner und Semih Yigit hatten mit RWE-Stürmer Marcel Platzek viel Arbeit. Foto: Mroß

Hamm –  Im ersten Testspiel der Vorbereitung kassierte Fußball-Oberligist Hammer SpVg eine deutliche 1:6 (0:2)-Niederlage gegen den Regionalligisten Rot-Weiss Essen. Natürlich hätte sich Trainer Sven Hojzak einen anderen Einstand gewünscht, doch mehr war nicht drin. Denn ohne einmal mit dem Ball zu trainieren, war seine neuformierte Mannschaft in die Partie gegangen, deshalb war dieser Test auch nicht mehr als ein Muster ohne Wert.

„Man hat gesehen, dass meine Spieler noch nicht im Saft stehen“, sagte der Coach, der eigens für dieses Spiel aus dem Kroatienurlaub angereist war, und heute bereits wieder dorthin zurückkehrt. „Für mich war es erst einmal wichtig, einen Einblick zu bekommen.“ Nicht zu übersehen war, dass die Gäste schon einen großen Schritt weiter waren. „Wir haben schon eine Woche intensiv trainiert“, sagte RWE-Trainer Sven Demandt. „Für mich war das ein guter Test. Meine Spieler haben sich gut bewegt und wir haben sechs Tore gemacht. Das war ein guter Nachmittag.“

Bereits in der fünften Minute gingen die Gäste in Führung. Stürmer Marcel Platzek kam ungehindert an den Ball und zog von der Strafraumgrenze unhaltbar ab. Im Anschluss bemühte sich die HSV-Elf, Ordnung in ihr Spiel zu bekommen, doch das gelang nur bedingt. Zwar verteidigte sie mit viel Engagement, doch im Spiel nach vorn unterliefen einfach zu viele Fehler. So blieb Mittelstürmer David Loheider in der Spitze wirkungslos. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte RWE-Kapitän Benjamin Baier auf 2:0. Nach einer abgewehrten Ecke landete das Leder vor seinen Füßen. Mit einem satten 18-Meter-Schuss ließ er Philipp Sandhowe keine Chance.

Nach dem Seitenwechsel war es der eingewechselte Frank Löning, der die Partie im Alleingang entschied. In der 49. Minute tauchte er erstmals im Fünf-Meter-Raum der HSV auf und hielt den Fuß in eine Flanke von Andreas Ivan. Das war das 3:0 für die Gäste. Das 4:0 (55.) erzielte der Mittelstürmer ganz ähnlich. Seinen lupenreinen Hattrick besiegelte er mit einem Sololauf. Aus halblinker Position schoss er an Dimitar Nikolov vorbei ins untere lange Eck zum 5:0 (64.) ein.

„Das Spiel war phasenweise ein bisschen zerfahren“, kritisierte Hozjak. „Da haben wir unsere Positionen nicht gut gehalten.“ Den Ehrentreffer für die Gastgeber erzielte der eingewechselte Joachim Mrowiec. Er profitierte von einem Missverständnis in der Essener Hintermannschaft. Statt den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen, entschied sich Leroy Kwadwo, in die Mitte zu passen. Dort zögerten Gino Windmüller und Richard Weber zu lange, sodass Mrowiec dazwischen sprintete und aus 15 Metern einnetzte (70.). Nur drei Minuten später stellte Ivan den alten Abstand wieder her, als er im Nachsetzen zum 6:1-Endstand traf. Die letzte Chance des Spiels hatte Mergim Deljiu auf dem Fuß. Yasin Acar war an der Strafraumgrenze mit dem Essener Keeper zusammengestoßen, als Deljiu 20 Meter vor dem Tor an den Ball kam, doch sein Schuss auf leere Gehäuse strich über die Latte.

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