TSC-Rumpftruppe gegen Warendorfer SU ohne Chance

Foto: Reiner Mroß

Hamm -– Es war eine deutliche Niederlage, die der TSC Hamm in der vorgezogenen Bezirksliga-Partie gegen die Warendorfer SU kassierte. Doch TSC-Trainer Erdal Akyüz wollte mit seinem Team trotz der 0:4 (0:1)-Pleite nicht zu hart ins Gericht gehen: „Die Jungs haben sich tapfer geschlagen. Angesichts unserer vielen Ausfälle war die Niederlage einkalkuliert.“

Schließlich traten die Gastgeber im Jahnstadion nur mit einer Rumpftruppe gegen den Tabellendritten an. Gerade einmal elf Akteure standen Akyüz zur Verfügung. Der Coach selbst war der einzige Auswechselspieler des TSC und musste bereits nach 36 Minuten für den verletzten Vadim Baumbach das Feld betreten. „Wir hatten zu viele Akteure auf dem Platz, die angeschlagen oder nicht fit waren. Deshalb waren wir letztlich chancenlos“, erklärte Akyüz.

Die erste Hälfte gestaltete sich über weite Strecken allerdings noch recht ausgeglichen. Beide Mannschaften fanden spielerisch nur wenige Mittel gegen die sicheren Defensivreihen, so dass sich zunächst nur wenige Möglichkeiten ergaben. Die Gäste nutzten ihre erste jedoch gleich zur Führung. Tobias Schwienhorst fing einen Abstoß von TSC-Keeper Fatih Tas ab und steckte durch zu Fahri Malaj, der frei vor dem Tor zum 0:1 einschoss (12.). Auf der anderen Seite wurde ein Schuss von Dominik Derksen nach einem Freistoß von Abdullah Sahin noch kurz vor der Linie geklärt (23.).

Der Knackpunkt für die Gastgeber war die 39. Minute, als Derksen wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte sah. Die WSU drückte noch vor der Pause auf den zweiten Treffer, doch Tas parierte stark gegen Dennis Bonin (43.) und Shpetim Hajdini (45.).

Trotz Unterzahl kam der TSC gut aus der Kabine, gestaltete die Begegnung im zweiten Durchgang zunächst offen und besaß durch Sahin zwei ordentliche Chancen zum Ausgleich (49./55.). Der Treffer fiel jedoch auf der anderen Seite: Bonin erhöhte nach Vorlage von Malaj auf 0:2 (56.). „Wenn wir in dieser Phase das 1:1 machen, läuft die Partie vielleicht anders“, meinte Akyüz. „Aber nach dem zweiten Gegentor war unsere Moral am Boden.“

Beim TSC schwanden nun allmählich die Kräfte, so dass sich den Warendorfern viel Platz für ihre Angriffe bot. Malaj erhöhte nach einer Hereingabe von Hajdini auf 0:3 (65.), bevor Laurence Wacker den Schlusspunkt zum 0:4-Endstand setzte (88.). tr

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