Trotz Steigerung: Jonas Ems verpasst die Olympia-Qualifikation

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Jonas Ems zeigte sich bei der zweiten Sichtungsregatta deutlich verbessert, doch er verpasste das Olympia-Ticket.

Duisburg - Sie war schwierig zu beschreiben – die Bilanz und Stimmung von Jonas Ems am Ende der zweiten und abschließenden Verbandssichtung auf der Duisburger Wedau. Die geballte Faust im Ziel des 200-Meter-Einerfinales signalisierte deutlich seine Leistungssteigerung und Zufriedenheit gegenüber der ersten Sichtung vor drei Wochen. Der große Traum von einer weiteren Olympia-Teilnahme aber hatte sich gleichzeitig nicht erfüllt.

Die Steigerung und Platz drei im A-Finale hinter Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (Mannheim) reichte letztendlich nicht, um Rang sechs in der ersten Sichtung wettzumachen, zumal keiner der großen Favoriten patzte.

„Meine Erwartungen für dieses Wochenende waren, natürlich mehr anzubieten als vor drei Wochen. Das Finale lief auch um Welten besser; und auch der dritte Platz geht in Ordnung. Das ist aber nur die eine Seite. Denn auf der anderen Seite reichte dies in der Addition beider Sichtungen nicht, noch im Rennen um eine Olympia-Fahrkarte zu bleiben. Das ist natürlich schade“, zog Ems mit gemischten Gefühlen Resümee. Und er konnte nicht verhehlen, dass ihm da „so manches durch den Kopf“ ging. Was er alles investiert hat. „Hartes Training, umfangreiche Abwesenheiten von der Familie, große Unterstützung durch den Arbeitgeber“.

Aber es war ihm schon vor diesem Wochenende klar, dass es neben einer erheblichen Leistungssteigerung auch viel Glück brauchte und letztendlich auch Patzer der Konkurrenz, um eine Runde weiterzukommen. „So ist es gerade für mich kurz nach dem Finale schwierig zu formulieren. Der große Traum von einer Olympiateilnahme hat sich nicht erfüllt, das steht nun fest. Aber mit diesem Finale fällt mir die Heimfahrt deutlich leichter. Alles in allem bin ich froh, dieses Vorhaben Olympia engagiert angegangen zu haben, versucht zu haben, die Hürden zu überspringen. Ich habe mich auf dieses große internationale Ziel konzentriert. Das hat jedoch nicht geklappt und weitere internationale Einsätze sind sehr fraglich. Nun gilt in dieser Saison meine Konzentration dem nationalen Bereich. Denn es kommen noch die Landes- und Deutschen Meisterschaften“, zeigte sich Jonas Ems mehr als gefasst.

Auch Robert Berger, Trainer am Essener Bundesstützpunkt, fiel es nicht leicht, eine Bilanz zu ziehen: „Die Chancen, das erste Ergebnis noch einmal so richtig zu kippen, waren gering. Gut, dass Jonas sich in den drei Wochen noch einmal so motivieren und steigern konnte. Schade gleichzeitig umso mehr, dass es letztendlich nicht gereicht hat“.

Neben den beiden Kernmannschafts-Mitgliedern Ronald Rauhe (Potsdam) und Tom Liebscher (Dresden), die sich im 200-Meter-Zweierkajak bereits für den Weltcup Ende Mai in Duisburg qualifiziert hatten, obliegt es nun dem Mannheimer Max Lemke, in der nächsten Hürde den noch vakanten Olympia-Startplatz im 200-Meter-Einer zu erpaddeln. Erst beim Duisburger Weltcup können erste Olympia-Tickets gebucht werden. - uf

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