Der ASV trifft im letzten Saisonspiel auf Emsdetten

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Joscha Ritterbach, bester ASV-Torschütze, will auch nach dem Saisonfinale erfolgreichster Schütze bleiben.

Hamm – „Gut, dass wir zum Saisonabschluss noch ein Derby haben“, sagt Niels Pfannenschmidt, Trainer des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen, vor dem Spiel beim TV Emsdetten, das Samstag um 19 Uhr in der Rönnehalle in Greven angepfiffen wird.

Das Ausweichen in die Nachbarstadt wurde notwendig, da in der heimischen Ems-Halle ein Schützenball und in der Euregiohalle ein Badminton-Turnier stattfinden. „Dass wir in Greven spielen, ist mir egal“, nimmts der Trainer gelassen. „Ich freue mich auf die Partie, denn wenn es gegen den TVE geht, ist kein Sommerhandball zu erwarten.“

Der ASV-Coach hat für das 40. Spiel seiner Mannschaft ein klares Ziel formuliert. „Wir haben es geschafft, einen neuen Geist zu entwickeln, und jetzt wollen wir unsere Serie fortsetzen und den fünften Tabellenplatz verteidigen“, erklärt er. Dass das keine leichte Aufgabe wird, ist Pfannenschmidt nicht nur klar, er begrüßt die Herausforderung, sich mit einem starken Gegner zu messen, ausdrücklich. „Emsdetten spielt in der Abwehr sehr variabel. Sie wechseln ständig zwischen einem 6:0-System und der offensiveren 3:2:1-Variante“, weiß der Coach. „Das stellt hohe Anforderungen an meine Spieler und natürlich auch an mich als Trainer. Es gilt, die Aufmerksamkeit über die gesamte Spielzeit hochzuhalten.“

Auch die Gastgeber wollen die Spielzeit nicht einfach ausklingen lassen. Nach einer schwierigen Saison mit finanziellen Problemen und wechselhaften Ergebnissen hat Trainer Daniel Kubes den achten Tabellenplatz ins Visier genommen. Den kann der Neunte (41:37 Punkte) im Fernduell mit Nordhorn-Lingen noch erreichen, doch dazu muss gegen Hamm ein Sieg her. Zuletzt hat der TVE jedoch enttäuscht. Nach drei Siegen gegen Bietigheim (25:24), Wilhelmshaven (32:29) und Ferndorf (28:20) war die Mannschaft in Coburg nur in der ersten Halbzeit präsent, als sie mit 12:13 hinten lag. In den zweiten 30 Minuten gelangen der Kubes-Sieben nur neun Tore, sodass die deutliche 21:30-Niederlage in Ordnung ging.

Maurice Behrens, ehemaliger Torhüter der SG Handball Hamm, zog sich in der Partie einen Kreuzbandriss zu und fällt gegen den ASV ebenso aus wie Ernir Arnarson, der an einer Ellenbogenverletzung laboriert. Für Nils Babin, die unangefochtene Nummer eins im TVE-Tor, wird es ein Spiel der besonderen Art. Der 29-Jährige, der aus dem Grevener Ortsteil Reckenfeld stammt, beendet in der Rönnehalle vorerst seine Karriere. Berufliche Gründe führt der 1,96 Meter lange Keeper für den Ausstieg aus dem Profi-Handball an.

Mit 1200 Zuschauern wird die Halle randvoll sein, und die Emsdettener Fans werden für eine gute Kulisse sorgen. „Wir werden auf alles vorbereitet sein“, sagt Pfannenschmidt. „Denn wir wollen unser Ziel, das 40. Spiel mit einem Sieg abzuschließen, auf jeden Fall erreichen.“ Lars Gudat, Savvas Savvas und Björn Zintel werden auch beim Saisonfinale nicht dabei sein. Ansonsten hat der ASV-Coach alle Spieler zur Verfügung: „Wir haben eine gute Saison gespielt. Wenn wir sie als Fünfter beenden, wird das Gute in Erinnerung bleiben.“

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