Trainer Meier würde gerne beim SKG verlängern

Bald wieder fit: Liam Hages.
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Bald wieder fit: Liam Hages.

Hamm - Es ist immer noch ein Vorgeplänkel, ehe Mitte April die Playoffs um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft anstehen. Dennoch sind die acht Bundesliga-Partien, die der SK Germania Herringen bis zu diesem Zeitpunkt noch zu absolvieren hat, aus unterschiedlichen Gründen wichtig für das Team von Trainer Hans-Werner „Alfredo“ Meier.

Zuerst einmal wollen sich die Herringer eine möglichst gute Ausgangspositionen im Kampf um den DM-Titel verschaffen. Denn der Erste der Bundesliga-Runde hat in einem möglichen dritten Spiel immer Heimrecht – ein in der entscheidenden Phase der Saison nicht zu verachtender Vorteil. Für die Germanen bedeutet dies, dass sie eigentlich nicht mehr machen müssen, als ihre derzeitige Position zu verteidigen. Denn das Meier-Team rangiert trotz der Niederlage im letzten Spiel des vergangenen Jahres gegen Düsseldorf an der Tabellenspitze, hat allerdings auch schon eine Partie mehr absolviert als die beiden Verfolger aus Walsum und Iserlohn.

Zudem wollen die Herringer die kommenden Partien nutzen, um sich für die Playoffs einzuspielen. So soll ab Februar zum Beispiel der nach seiner Schulteropration in dieser Spielzeit noch gar nicht eingesetzte Liam Hages wieder in die Mannschaft integriert werden. „Liam ist einer, der das Vertrauen der Mannschaft genießt, der auf dem Feld gesucht wird, der Lücken reißt, der immer angespielt werden kann, der die Bälle verteilt und der die nötige Intelligenz mitbringt. Mit ihm sind wir definitiv stärker“, sagt Meier, der aber gleichzeitig noch am Defensivverhalten seiner Mannschaft arbeiten will. Mit 92 Treffern stellen die Herringer zwar den mit Abstand besten Angriff der Liga, mit 34 Gegentoren haben sie aber deutlich mehr kassiert als Walsum und Iserlohn. „Bei uns passt die Rückwärtsbewegung manchmal nicht. Und in den Zweikämpfen lassen wir dem Gegner zu viel Platz. Das müssen wir in den Griff bekommen“, betont der Coach und beteuert, dass die hohe Zahl der Gegentreffer keineswegs ein Torwartproblem seien: „Kein Vorwurf an Timo Tegethoff, er hat super gehalten. Aber er wurde zu oft von seinen Vorderleuten alleine gelassen.“

Auch Meier selbst hofft, dass er vom Team nicht im Stich gelassen wird. Denn er kann sich durchaus vorstellen, eine weitere Saison an der Schachtstraße in Herringen zu arbeiten. „Von mir aus könnten wir den Vertrag locker verlängern“, sagt der Trainer. „Aber ob das auch der Verein und die Mannschaft wollen, weiß ich nicht.“ Daher wäre für Meier eine gute Bilanz in den nächsten Spielen durchaus wichtig. Denn der Vorsitzende Michael Brandt will mit seinem Coach – wie in der Rollhockey-Szene üblich – vor den Playoffs über ein weiteres Engagement sprechen. „Bislang haben wir eher über die Spieler gesprochen, zum Beispiel, wie wir den Ausfall von Mucki (Anm. der Redaktion: Maurice Michler, wegen Dopings für zwei Jahre gesperrter Torwart des SKG) auffangen. Aber klar, wir wollen mit Alfredo weitermachen und wollen dieses Thema abgeschlossen haben, bevor die Playoffs beginnen. Wichtig wäre es allerdings, dass wir in den nächsten Spielen gut punkten und er die Mannschaft in ruhiges Fahrwasser lenkt.“

Die nächsten Partien haben es jedoch in sich. Am Samstag steht zuerst die Auswärtspartie beim Tabellenfünften RSC Cronenberg an (15.30), anschließend geht es jeweils zuhause am 30. Januar gegen RESG Walsum und am 13. Februar gegen ERG Iserlohn (jeweils 18 Uhr).

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