Steffi Bachofer könnte beim TuS 59 den „Hattrick“ schaffen

Steffi Bachofer könnte in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge die „Ladies Open“ gewinnen.
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Steffi Bachofer könnte in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge die „Ladies Open“ gewinnen.

Hamm - Steffi Bachofer ließ sich Zeit. Aus gutem Grund. In der vergangenen Woche war die 31-Jährige noch krank gewesen. „Deshalb habe ich erst so spät gemeldet“, erzählt die Tennisspielerin, die bei der am Donnerstag mit der Qualifikation beginnenden 24. Auflage der „Potthoff Ladies Open“ beim TuS 59 Hamm ein kleines Kunststück vollbringen kann: Die an Position drei gesetzte Titelverteidigerin könnte bei dem mit 5000 Euro dotierten Turnier zum dritten Mal in Folge triumphieren.

Doch die Nummer 22 der deutschen Rangliste vom TC Radolfzell hält sich bei der Benennung ihrer Ziele zurück. Was einerseits daran liegt, dass sie die Krankheit ein wenig aus dem Tritt gebracht hat „und ich erst einmal schauen muss, wie ich so in das erste Spiel reinkomme“. Andererseits sind da die generellen Unwägbarkeiten eines Turniers: Auslosung, Tagesform – der Weg ins Finale ist beileibe nicht planbar. Und schon gar kein Selbstläufer. „Es sind einige dabei, gegen die es ganz sicher nicht einfach wird“, sagt Bachofer mit Blick auf das Teilnehmerfeld, das eine hohe Leistungsdichte aufweist und von der Slowenin Nascya Kolar (DTB A15) angeführt wird.

Allerdings: Die Veranstaltung in Hamm, für die Bachofer Turnierdirektor David Schwätter am Montag und damit am letzten Tag der Meldefrist schriftlich das „Ja-Wort“ gegeben hatte, liegt der Zweitliga-Spielerin durchaus. Bachofer ist ohnehin vornehmlich bei Preisgeld-Turnieren vom Format der „Ladies Open“ unterwegs und gewann im Januar auch das 43. Giersch-Wasmuth-Turnier in Marl. Der Teppichbelag beim TuS 59 kommt ihrem variablen Spiel entgegen, die Rechtshändertin kann von der Grundlinie viel Druck ausüben, aber auch effektiv kontern. „Ich glaube, ich kann mich ganz gut auf eine Gegnerin einstellen“, sagt Bachofer – und fügt grinsend hinzu: „Und ich bewege mich auf dem Platz auch nicht so schlecht.“

Hinzu kommt als besonderes Plus in Hamm für sie allerdings die Wohlfühl-Atmosphäre. „Wie das Turnier aufgemacht ist, die ganzen Leute im Umfeld, die Hospitality – das passt einfach“, sagt Bachofer, die sich persönlich für diese Saison das Ziel gesetzt hat, ihre DTB-Ranglistenposition „in etwa so zu halten“. Der „Hattrick“ in Hamm wäre dafür schon einmal keine allzu schlechte Voraussetzung.

Die Qualifikation beim TuS 59 beginnt am Donnerstag um 11 Uhr. Lokalmatadorin Sarah Urbanek (TuS 59) bestreitet ihr Match gegen Svetlana Iansitova (TuS Ickern) um 15.30 Uhr.

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