2. Liga

Trotz Handyklingeln: Uentrops Frauen gelingt perfekter Start

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Uentrops Nadine Sillus holte gegen Schwarzenbek Punkte im Einzel und Doppel. 

Schwarzenbek/Kiel - Zwei Spiele, 4:0 Punkte: Die Tischtennis-Frauen des TuS Uentrop sind glänzend in die Zweitliga-Saison gestartet. Innerhalb von 24 Stunden überzeugte das Team zweimal und ließ sich auch von Störgeräuschen nicht aufhalten. 

Beim Doppelschlag in Schleswig-Holstein feierte das Team von Trainer Alexander Daun innerhalb von 24 Stunden Siege über den TSV Schwarzenbek (6:2) und Aufsteiger Kieler TTK GW (6:4). Herausragend war dabei das untere Uentroper Paarkreuz: Nadine Sillus und Jessica Wirdemann gewannen all ihre Einzel. 

„Wir haben beide Spiele gewonnen – das ist das, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Daun zufrieden. In Schwarzenbek hatte der Vorjahresmeister das Geschehen jederzeit unter Kontrolle. Den ersten Punkt am Samstag sicherte das Doppel Elena Shapovalova/Nadine Sillus.

Sillus und Wirdemann sichern Punkte in Schwarzenbek

In der zweiten Partie mussten sich Alexandra Scheld und Jessica Wirdemann jedoch Schwarzenbeks Nummer eins Polina Trifonova und der deutschen Nachwuchshoffnung Selja Fazlic geschlagen geben. Die Einzel am oberen Paarkreuz endeten ebenfalls mit einem Remis, weil Shapovalova gegen die starke Trifonova glatt in drei Sätzen verlor. Scheld hingegen bezwang Fazlic mit 3:1. 

Uentrop zog anschließend entscheidend davon. Sillus besiegte Bianca Dahlke klar, deutlich umkämpfter war das Duell zwischen Wirdemann und Lena Mollwitz. Im dritten Satz bog die Nummer vier des TuS das Spiel nach 5:9-Rückstand noch um – 4:2 führte Uentrop nach diesen beiden Einzeln.

Im hart umkämpften Duell der Spitzenspielerinnen holte Scheld gegen Trifonova einen 1:2-Satzrückstand auf und siegte noch. Shapovalova machte mit ihrem 3:1-Erfolg gegen Jugendnationalspielerin Fazlic alles klar. „Das war ein sehr gelungener Auftakt gegen eine Mannschaft, die unangenehm werden kann. Die Mädels haben das souverän gelöst“, sagte Daun direkt nach der Partie.

Handy sorgt für Kieler Comeback

Bei Aufsteiger Kiel verlief das Duell am Sonntagmittag zunächst genau so wie jenes am Vortag 100 Kilometer weiter südlich. 1:1 hieß es nach den Doppeln, 2:2 nach den Partien am oberen Paarkreuz, wobei Shapovalova nur haarscharf an einem Sieg gegen Kiels Top-Akteurin Tamara Tomanova vorbeischrammte, und schließlich 4:2 für die Uentroperinnen, nachdem Sillus und Wirdemann ihre Begegnungen an den Positionen drei und vier für sich entschieden hatten. 

Scheld steuerte bei einer 2:1-Satz- und 6:1-Punkteführung gegen Tomanova auf einen sicheren Sieg zu – dann brachte sie ein klingelndes Handy aus dem Rhythmus. Die Kielerin holte sich das Spiel im entscheidenden fünften Abschnitt, und weil an der Nebenplatte Shapovalova nicht mit dem Materialspiel von Lin Sievers zurecht kam und 1:3 verlor, war die Partie beim Stand von 4:4 plötzlich wieder offen.

"Haben Charakter gezeigt"

Oder auch nicht. Denn auf Sillus und Wirdemann war Verlass. Sillus tat sich gegen Jule Wirlmann etwas schwer, siegte aber letztlich ungefährdet. Wirdemann gewann locker in drei Sätzen. Fertig war der 6:4-Sieg. 

„Kiel war ein Prüfstein für uns. Aber die Spielerinnen haben Charakter gezeigt und sich gegenseitig unterstützt. Das war der Schlüssel“, sagte Daun.

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