Freitag um 18.30 Uhr geht's in der Sporthalle der Friedensschule los

Tischtennis-Asse unterziehen sich in Hamm dem Olympia-Formcheck

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Favorit auf den Sieg in Hamm und olympischer Medaillenkandidat: Deutschlands Nummer eins Dimitrij Ovtcharov.

Hamm - Der Spezialboden liegt, die Tische stehen, die Tribüne in der Sporthalle der Friedensschule ist ausgezogen und eine zusätzlich aufgebaut – jetzt fehlen nur noch die Hauptdarsteller. Am Freitagmittag reisen sie an: zwölf Spieler der Tischtennis-Weltklasse um die deutschen Topstars Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll. Um 18.45 Uhr beginnt dann die mit 5 000 Euro dotierte Olympia-Generalprobe.

Im Leistungszentrum Düsseldorf haben sich die europäischen Tischtennis-Asse in den vergangenen Tagen den letzten Feinschliff für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) geholt. Kurz bevor sie die Koffer für Brasilien packen, spielen sie am Freitag und Samstag in Hamm gegeneinander. Die Veranstaltung umweht ein Hauch von Olympia: Tische, Netze und Bälle sind jene, die auch am Zuckerhut zum Einsatz kommen werden.

Eine Showveranstaltung wird das Turnier, das am Freitag um 18.30 Uhr mit der Präsentation der Akteure beginnt, ganz sicher nicht, wie Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf betont: „Für die Spieler ist das Turnier in Hamm ein sehr ernstzunehmender Test. Alle wollen noch einmal ihre Form überprüfen. Es ist wichtig, nach den Trainingslehrgängen wieder Wettkämpfe zu bestreiten, mit Zuschauern und Schiedsrichtern“, sagt der Doppel-Weltmeister von 1989, der mit der gesamten deutschen Trainergarde sowie DTTB-Sportdirektor Richard Prause und ITTF-Präsident Thomas Weikert in der Friedensschule sein wird.

Der 35-jährige Boll, für den die Spiele in Brasilien womöglich die letzte Chance auf die ersehnte olympische Einzelmedaille sein werden, hat sich nach einer von gesundheitlichen Problemen durchsetzten ersten Jahreshälfte seiner Turnierform genähert. 

„Ich hoffe, dass ich mich in Rio zu meiner Bestform steigern kann. In Hamm geht es jetzt darum, sich Spritzigkeit und Spielpraxis zu holen“, sagte der Rekord-Europameister, der den Nummer-eins-Status im deutschen Team bereits vor Jahren an Ovtcharov verloren hat. Der hat sich bereits vor vier Jahren in London den Traum von einer Olympia-Einzelmedaille erfüllt: Er gewann Bronze.

Das Turnier hat das Ausrichterteam des TTC GW Bad Hamm bis zuletzt auf Trab gehalten. Am Mittwoch bauten die Grünweißen eine weitere Tribüne auf und schafften zusätzlich Stühle in die Halle. Die Zuschauerkapazität liegt damit bei gut 1200. „Jeder, der rein will, bekommt auch einen Platz“, sagt Theo Vatheuer, der sich mit dem Vorverkauf sehr zufrieden zeigte. Ihm lagen bis Donnerstagmittag keine Absagen von Spielern vor. Das erlesene Feld – elf Akteure gehören zu den besten 60 der Welt – wird wie angekündigt antreten.

Am interessantesten dürfte für die Zuschauer neben dem deutschen Quartett Ovtcharov, Boll, Bastian Steger und Patrick Franziska der Weißrusse Vladimir Samsonov sein, der trotz seiner 40 Jahre in den Top 10 der Welt steht. Attraktive Ballwechsel verspricht auch der Grieche Panagiotis Gionis mit seinem variablen Abwehrspiel.

Am Freitag werden an zwei Tischen insgesamt acht Partien ausgetragen, am Samstag geht es im zweiten Turnierabschnitt (11 bis 13 Uhr) an nur noch einer Platte mit dem jeweils letzten Vorrundenspiel weiter. Ab 14 Uhr werden Halbfinale und Finale auf vier Gewinnsätze ausgetragen. An der Tageskasse sind noch Karten erhältlich. Die Halle öffnet am Freitag um 17 Uhr und am Samstag um 10 Uhr.

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