Starke Konkurrenz für GW Hamm und TuS Uentrop

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Der Japaner Masaki Takami soll bei GW Hamm vor allem in den wichtigen Spielen zum Einsatz kommen.

Hamm - Die Tischtennis-Spieler von TTC GW Bad Hamm und TuS Uentrop haben hohe Ziele. Doch die hat auch die Konkurrenz, wie die jetzt veröffentlichten Aufstellungen zeigen. Im Kampf um den Aufstieg ist der Gegenwind scharf; Uentrops Damen-Trainer Alexander Daun spricht sogar von der „stärksten 2. Liga, die es jemals gab.“ Doch auch sein GW-Kollege Bernd Ahrens geht mit Respekt in die Saison 2016/17.

Für die Konkurrenten in der 3. Herren-Bundesliga Nord ist die Sache recht klar: Der TTC GW Bad Hamm ist der Favorit auf den Aufstieg – vorausgesetzt, die Grünweißen treten in den entscheidenden Spielen mit ihrem Top-Quartett Masaki Takami (Japan), Artur Bialek (Polen), Gerrit Engemann und Valentin Nadj Nemedi (Serbien) an. Auch Spielertrainer Bernd Ahrens ist zuversichtlich, drückt es aber vorsichtiger aus: „Wenn wir einen guten Mix finden, dann hoffe ich, dass wir um den Aufstieg mitspielen werden.“

Fixpunkt seines Teams, das während der Saison freitags gemeinsam in Hamm trainieren soll, ist und bleibt der 16-jährige Jugend-Nationalspieler Engemann, der nach Möglichkeit alle Partien bestreiten wird. Um ihm herum rotieren die anderen Spieler des GW-Kaders, zu dem auch weiterhin fest die zunächst in der Reserve gemeldeten Ahrens und Henning Zeptner gehören. Auch Illia Barbolin steht noch auf dem Bogen. Mit einem Einsatz des Weißrussen plant der GW-Coach jedoch nicht.

Im Kampf um die Rückkehr unter die besten 20 Herren-Mannschaften Deutschlands werden sich den Hammern voraussichtlich der TuS Celle, Absteiger TTC Ruhrstadt Herne und – mit Abstrichen – Hertha BSC in den Weg stellen. Celle bietet mit Philipp Floritz einen ehemaligen Nationalspieler an Position eins auf. Der 24-jährige trainiert beim Erstligisten Werder Bremen – so wie auch die GW-Neuzugänge Bialek und Nemedi. „Floritz ist schon eine Hausnummer“, sagt Ahrens über den Profi, der gemeinsam mit Hernes Japaner Koyo Kanamitsu wohl zu den besten Akteuren der Spielklasse gehören wird. „Einen Überflieger, wie es in der vergangenen Saison der 1. FC Köln war, gibt es nicht mehr. Die Spitze ist enger zusammengerückt“, meint Ahrens. „Es wird eine spannende Saison.“

Einen ersten Fingerzeig auf das Leistungsvermögen seiner Mannschaft wird das Pokal-Wochenende Ende August geben, wenn es der TTC als klassentiefstes Team mit Zweitligisten zu tun bekommt: Borussia Dortmund, 1. FC Köln und Gastgeber TTC Jülich.

Uentrops Trainer Alexander Daun musste erst einmal durchschnaufen, als er die Aufstellungen der Konkurrenz durchging. „Das ist die stärkste 2. Liga, die es jemals gegeben hat“, sagte Daun. Er geht mit einem unveränderten Fünfer-Kader – Alexandra Scheld, Pengpeng Guo, Elena Shapovalova, Nadine Sillus und Jessica Wirdemann – in die Saison. Und als Meister der vergangenen Spielzeit. Doch Daun warnt: „Der Titel ist kein Freifahrtschein. Wir sind dadurch nicht automatisch Aufstiegsaspirant Nummer eins. Unser Ziel ist Platz eins bis drei. Das ist realistisch.“

Uentrop wird es im Kampf um die vorderen Plätze vor allem mit dem TTK Anröchte, dem Zweiten der vergangenen Saison, sowie dem Erstliga-Absteiger TSV Schwabhausen (bei München) zu tun bekommen. Anröchte hat nicht nur den Kader zusammengehalten, sondern auch noch zwei neue Spielerinnen, Linda van de Leur-Creemers (Niederlande) und Shamini Kumaresan (Indien), oben draufgesetzt. „Der TTK hat sich mit zwei Neuen für oben extrem verstärkt. Das ist eine Kampfansage“, sagt Daun. Die vermeintlich beste Akteurin der Liga spielt in Schwabhausen. Ting Yang kam in der 1. Liga am oberen Paarkreuz auf eine imposante Einzelbilanz von 16:17 und dürfte eine Spielklasse tiefer nur schwer zu bezwingen sein. Der ATSV Saarbrücken holte Yin Na als neue Nummer 1 vom Erstligisten Tusem Essen.

Ebenfalls noch auf der Rechnung hat Daun den personell unveränderten MTV Tostedt, gegen den die Uentroperinnen in der vergangenen Spielzeit einen von insgesamt nur zwei Punkten abgaben. „Die Liga wird in der neuen Saison noch enger. Es wird viel davon abhängen, wie oft man in bester Besetzung antreten kann“, glaubt Daun.

Seine Spielerinnen sind nach einem Team-Fotoshooting am vergangenen Wochenende wieder im Training. Im Rahmen des Trainingslagers in der Uentroper Sporthalle (19. bis 21. August) werden sie eine öffentliche Übungseinheit bestreiten.

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