Später Gegentreffer schockt Hölzken

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Klodian Kola (2. von links) und Hölzken kassierten gegen gegen Westönnen die zweite Pleite der Saison.

Hamm - Beim TuS Germania Lohauserholz läuft es noch nicht rund. Nach der zweiten Niederlage der Saison droht das Tabellen-Mittelfeld, Trainer Michael Scheffler aber sieht Grund zum Optimismus. 

Nach einer 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen RW Westönnen müssen sich die in den vergangenen Jahren erfolgsverwöhnten Hölzkener nach zwei Siegen und zwei Niederlagen vorerst mit einem Platz im Mittelfeld der Bezirksliga begnügen. 

„Sechs von zwölf möglichen Punkten sind nicht so viele“, zog TuS-Trainer Michael Scheffler nach Abpfiff eine ernüchternde Bilanz, um kurz darauf schon wieder Optimismus auszustrahlen. „Ich bin zuversichtlich, dass sich unsere Situation schnell verbessern wird. Im Moment spielen wir nicht aggressiv genug aufs Tor, und uns fehlt noch die Kaltschnäuzigkeit. Das müssen wir ändern.“ 

Schöne Stafetten ohne Gefahr

Vor gut 75 Zuschauern „Am Hahnenbach“ spielten die Gastgeber aus einer gut formierten Defensive heraus, wobei Klodian Kola, Chen Hennig und Irfan Uzungelis im Mittelfeld für Offensivimpulse sorgen sollten. Der TuS ließ das Leder zwar auch gefällig und über viele Stationen in den eigenen Reihen laufen, wirklich torgefährlich wurde er aber nur selten. 

Erst nach 15 Minuten tauchte Dimitrij Seludko nach öffnendem Pass von Serkan Adas in halbrechter Position frei vor dem Tor der Rot-Weißen auf, verfehlte den Winkel aber knapp. Westönnen zog sich bei gegnerischem Ballbesitz weit in die eigene Hälfte zurück, lediglich Stürmer Bünyamin Tas lauerte an der Mittellinie auf Konter. 

Höheres Tempo nach dem Seitenwechsel

Nach einer halben Stunde befreiten sich die Gäste aus der Hölzkener Umklammerung und agierten mutiger im Offensivspiel. Nach einem Ballverlust im TuS-Aufbau prüfte Michael Heinz Marcel Klemmer (34.) und kurz darauf war der Germania-Keeper bei einem Schuss aus dem Rückraum von Christopher Schmidt zur Stelle (37.). Lange Zeit war bei Lohauserholz wenig von Timo Hilse zu sehen, dann wurde der Offensivmann aber doch einmal steil geschickt und scheiterte am glänzend parierenden Andreas Rupp im Westönnener Kasten (39.). 

Nach dem Seitenwechsel war mehr Pfeffer in der Partie. Beide Mannschaften zogen das Tempo an, gingen mit mehr Leidenschaft in die Zweikämpfe und suchten ihr Heil im Angriff. Zunächst besaßen die Rot-Weißen durch einen Kopfball von Tas (46.) und Christopher Clarysse (47.) die besseren Gelegenheiten, ehe sich der TuS ebenfalls gute Chancen durch Hilse (49.) und einen Distanzschuss von Kola (61.) erarbeitete. 

Später Schock für Hölzken

Nach einer Trinkpause Mitte des zweiten Durchgangs lief beim TuS Lohauserholz nicht mehr viel zusammen. Stattdessen lag die Führung der Gäste in der Luft, die durch Heinz (73., 86.) entweder an ihrer Abschlussschwäche oder im Fall von Jan-Niclas Bettenbrock (75.) am starken TuS-Torhüter Klemmer scheiterten. 

Als sich Spieler und Zuschauer schon auf eine Punkteteilung eingestellt hatten, gelang dem eingewechselten Felix Zaremba nach Ecke von Tas per Kopfball der späte Siegtreffer (88.). „Aufgrund der letzten 20 Minuten ist der Sieg nicht unverdient“, gab Hölzken-Trainer Scheffler fair zu. „Wir sind nach der Trinkpause nicht mehr reingekommen und hatten schon vorher bei zwei oder drei Chancen Glück.“

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