Späte Entscheidung im Derby zwischen TSC und SVE

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Traf zum zwischenzeitlichen 2:1: Mustafa Akyüz.

Hamm - Bis zur 89. Minute sah es im Bezirksliga-Derby zwischen dem TSC Hamm und dem SVE Heessen nach einem Remis aus. Dann kam der Auftritt von Joker Abdullah Sahin, der mit einem späten Doppelpack den 4:2 (1:1)-Heimerfolg unter Dach und Fach brachte und die eigenen Anhänger im Unionstadion ausgelassen jubeln ließ.

„Wir haben uns im ersten richtigen Heimspiel seit fast zwei Jahren ganz schön schwer getan und irgendwie einen Stock im Hintern gehabt. Fußballerisch war die Partie unser schlechtestes Saisonspiel. Zum Glück haben wir trotzdem gewonnen“, war TSC-Trainer Erdal Akyüz nach der Partie erleichtert. Sein Gegenüber, SVE-Coach Marian Christel, erkannte die Leistung der Hausherren an: „Der TSC war stärker und hat verdient gewonnen. Defensiv hat es bei uns zwar gut funktioniert, doch dann kassieren wir durch individuelle Fehler die Tore. Abdullah Sahin darfst du nicht so frei schießen lassen.“

In der Anfangsphase entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der beide Teams bemüht waren, das Mittelfeld mit schnellen Kombinationen zu überbrücken. Nach einer Flanke kam Aziz Kukavica in der Mitte nur Momente zu spät (5.), auf der Gegenseite schoss Marvin Dick nach einem Freistoß von Julian Bergholz am Tor vorbei (11.).

Durch einen Sonntagsschuss gingen die Gäste in Führung. Konstantin Rühl flankte von der rechten Seite in den Strafraum, wo Mükremin Uysal zum Seitfallzieher ansetzte, den Ball in der Luft liegend perfekt traf und so zum 0:1 verwandelte (18.).

In der Folge rannte der TSC an und erarbeitete sich hochkarätige Möglichkeiten. Zunächst scheiterte Kukavica aus vier Metern am stark parierenden Cedric Packheiser im Tor der Heessener, in den Nachschuss von Kevin Kocaalan warf sich SVE-Kapitän Marvin Böhme und verhinderte Schlimmeres (29.). Einen Versuch aus der Distanz von Emir Bajric faustete Packheiser aus der Gefahrenzone, und Kukavica zielte wenig später knapp über das Gehäuse (40./42.). Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durften die TSC-Fans im Unionstadion jubeln. Enes Akyüz schlenzte einen Freistoß aus 20 Metern an der Mauer vorbei, sodass der Ball knapp über der Grasnarbe im Netz landete – 1:1 (45.+1).

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren die aktivere Mannschaft, verpassten es aber zunächst, sich zu belohnen. Zweimal fand Mustafa Akyüz in Packheiser aus der Distanz seinen Meister, bevor der TSC-Spielführer nach Vorarbeit von Enes Akyüz das 2:1 erzielte (70.). Zehn Minuten später köpfte Mustafa Akyüz auf die Latte und verpasste die endgültige Entscheidung. „In der Phase haben wir alles richtig gemacht, erzielen nur die Tore nicht“, haderte Akyüz. Das rächte sich fast postwendend, denn Bünyamin Uysal versenkte einen Freistoß von der rechten Seite im kurzen Eck und glich sechs Minuten vor dem Abpfiff zum 2:2 aus (84.).

Als alles nach einer Punkteteilung aussah, fasste sich der eingewechselte Sahin ein Herz und drosch den Ball aus rund 30 Metern in den Knick (89.). Ein schneller Gegenstoß gegen nochmal aufgerückte Gäste über Ismail Uysal brachte schließlich die Entscheidung. Zwar klärte Marvin Dick in der Mitte noch vor den einschussbereiten Kukavica und Mustafa Akyüz, spielte das Leder jedoch genau zu Sahin, der sich mit seinem zweiten Treffer bedankte (90.+1). - csp

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