Serrone rettet der HSV einen Punkt in Kaan-Marienborn

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Die Hammer SpVg, hier mit Dalibor Gataric (links), hatte in Kaan-Marienborn große Probleme, ins Spiel zu kommen.

Siegen - Einen Zähler gewonnen? Oder doch eher zwei verloren? Wer nach dem Schlusspfiff des Oberliga-Topspiels in den müden Gesichtern der 22 Akteure las, wusste: Niemand war so recht glücklich mit dem 1:1 (0:0) – nicht der starke Aufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn und auch nicht die Hammer SpVg.

Ausgerechnet Semih Yigit, bis vor einem Monat noch bei der HSV unter Vertrag, leitete mit seiner präzisen Flanke das Führungstor der Gastgeber durch den ungemein kopfballstarken Polen Dawid Krieger ein (75.). Aus dem Sieg – dem ersten des 1. FC Kaan vor eigenem Publikum in dieser Saison – wurde es aber nichts. Fünf Minuten vor Schluss zirkelte Hamms Giacomo Serrone einen Freistoß aus 19 Metern zum 1:1-Endstand in den Winkel. „Im Großen und Ganzen können wir mit dem Remis zufrieden sein“, sagte Hozjak.

Das durfte er vor allem mit Blick zurück auf die erste Halbzeit. Denn in der gelang seiner Elf so gut wie nichts. Hozjak hatte mutig aufgestellt und die vordere Viererkette im 4-1-4-1-System mit Serrone, Damir Ivancicevic, Dalibor Gataric und Mike Pihl sehr offensiv besetzt. Früh wollte er den Gastgebern so den Schneid abkaufen. Doch es kam anders. Während die HSV nach einer kurzen Drangphase zu Beginn (David Loheider/5.) vornehmlich damit beschäftigt war, Ordnung und Gleichgewicht im eigenen Mittelfeld zu finden, entging Kaan dem geplanten HSV-Pressing durch hohe Bälle.

Vor allem Daniel Waldrich machte auf der rechten Angriffsseite der Gastgeber, was er wollte. Seine scharfen Hereingaben brachten mehrfach höchste Gefahr für das HSV-Tor. Der erneut starke Philip Faderl rettete gegen Krieger (9.) und Yigit (37.) in höchster Not und hatte dazwischen Glück, dass Andre Schilamow den eigenen Mitspieler traf statt das leere Tor (15.). „Uns hat in der Offensive der Mut gefehlt. Wir haben vor der Pause viele Bälle verloren“, haderte Hozjak.

Er zog daraus die Konsequenzen, stellte wieder auf das angestammte 4-2-3-1 mit Dalibor Gataric als zweitem Sechser neben Yakup Köse um. Prompt lief es etwas besser für die Gäste, auch wenn Kaan die Partie zunächst weiter unter Kontrolle hatte und mit dem Ex-Erndtebrücker Schilamow einen kaum zu bändigenden Freigeist. Erst mit der Einwechslung von Danijel Gataric als „gelerntem“ Sechser (58.) bekam Hamm die Partie in den Griff.

Mitten in dieser besten HSV-Phase fiel Kaans Führung durch Krieger (75.). Nur 60 Sekunden später traf Loheider auf der Gegenseite den Pfosten und leitete damit die wilde Schlussphase ein. Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit erlöste Serrone mit seinem Freistoß die HSV.

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