Schubert und Schornberg starten in Spanien

Nach seinem 15. Platz im Weltcupauftakt will Sebastian Schubert in Spanien ins Finale fahren. -  Foto: dpa

La Seu d'Urgell - Beim zweiten Kanuslalom-Weltcuprennen im Norden Kataloniens ist vieles anders als an den anderen Austragungsorten. „Ich habe hier viel Zeit, mir die Stadt anzuschauen“, sagt Sebastian Schubert mit einem Lächeln. „Aber so groß ist sie nicht.“ „Es tut gut, tagsüber ein wenig zu entspannen“, fügt Jasmin Schornberg hinzu. Normalerweise nimmt die Vorbereitung auf die Wettkämpfe für die beiden Fahrer vom Kanu-Ring Hamm, die mit der Qualifikation am Freitag beginnen und mit den Halbfinal- und Finalläufen am Samstag und Sonntag fortgesetzt werden, einen breiten Rahmen ein.

In La Seu d’Urgell sind die Kanuten tagsüber eher Randfiguren, denn die Rennstrecke wird kommerziell für Rafting-Touren genutzt. „Das gibt es auf keinem anderen Kurs“, erklärt der 27-jährige Heessener. Deshalb wird morgens früh und am Abend trainiert. „Das ist natürlich nicht optimal, wenn man von 20 bis 22 Uhr auf die Strecke kann, um 23 Uhr mit dem Abendessen fertig ist und am nächsten Morgen bereits um 8 Uhr schon wieder fahren muss“, moniert Schubert. „Aber hier ist das so und darunter haben alle anderen auch zu leiden.“

Mit der Strecke sind beide Kanu-Ring-Fahrer vertraut. „Sie ist schon speziell“, erklärt Schornberg. „Sie ist sehr eng, an einigen Stellen sehr flach und deshalb technisch nicht so einfach. Aber ich fahre hier sehr gerne.“ Das liegt nicht nur an dem schönen Wetter, das dort vorherrscht, sondern an den guten Erinnerungen, die die 30-Jährige mit der Wettkampfstrecke am Rio Segre im Parc Olimpic verbindet. Auf dem Olympiakurs von 1992 hat Schornberg 2009 die Weltmeisterschaft gewonnen. „Ich bin guter Dinge“, sagt sie. „Natürlich will ich wieder ins Finale fahren und dort eine gute Platzierung erreichen.“ So wie in der Vorwoche in Ivrea, als sie beim Weltcup-Auftakt auf Rang vier fuhr. 1,31 Sekunden war ihr Rückstand auf einen Podestplatz.

Auch Schubert findet die Strecke „speziell“. Aber zu seinen Favoriten wie Schornberg zählt er sie nicht. „Ich weiß schon, worauf es hier ankommt“, sagt er. „Ich hab den Speed, muss den Lauf nur ohne Fahrfehler runterbringen.“ Das war ihm in Ivrea nicht geglückt. In den italienischen Alpen verpasste er nach einem zweiten Platz in der Qualifikation als 15. im Halbfinale den Einzug in den Endlauf. Ein Fahrfehler warf ihn weit zurück. Ohne ihn wäre er als Sechster weitergekommen.

Trotz der ungewöhnlichen Vorbereitung blicken die beiden Kanu-Ring-Athleten zuversichtlich auf den zweiten Weltcup. Mit Hannes Aigner und Melanie Pfeifer steigen an diesem Wochenende auch die beiden für Olympia Qualifizierten in den Wettkampf ein.

Der Zeitplan:

Freitag: Qualifikation Männer 10.45 Uhr, Frauen 16 Uhr

Samstag: Halbfinale Männer 10.50 Uhr, Finale 13.30 Uhr

Sonntag: Halbfinale Frauen 9.30 Uhr, Finale 12 Uhr.

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