Schubert und Schornberg starten bei der EM

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Sebastian Schubert will seinen Titel mit dem Männer-Team verteidigen.

Liptovsky-Mikulas – Nach der anstrengenden Olympia-Qualifikation, die Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert als Zweite abgeschlossen hatten, gehen die beiden Kanu-Ring-Athleten an diesem Wochenende bei den Kanuslalom-Europameisterschaften im mittelslowakischen Liptovsky Mikulás an den Start.

Bereits am Montag sind die beiden Hammer angereist und haben auf der Strecke erste Erfahrungen gesammelt. „Ich fühle mich auf diesem Kurs wohl“, sagt Sebastian Schubert. „Es ist eine ältere Strecke mit Steinhindernissen. Das gefällt mir.“ Eine Einschätzung, die Schornberg nicht teilt. Sie stuft die Strecke als „gewöhnungsbedürftig“ ein. „Sie ist relativ flach, das Wasser pulsiert. Daran muss ich mich erst gewöhnen“, fügt sie hinzu.

Beide KR-Fahrer sind sich sicher, dass sie bis zu den morgen beginnenden Qualifikationen ihre Ideallinie finden werden. Nach den zweiten Plätzen bei den Ausscheidungsrennen um das Olympiaticket, die nicht zur Teilnahme in Rio berechtigen, sehen sie die Europameisterschaften als Saisonhöhepunkt an. „Ich habe Bock auf ein gutes Rennen“, verrät die 30-Jährige. „Ich will hier zeigen, wie gut ich bin.“ Das will auch Schubert: „Ich fühle mich gut und bin fit.“

DKV-Cheftrainer Michael Trummer geht davon aus, dass es schwer wird, an die Erfolge der Heim-EM im vergangenen Jahr anzuknüpfen, als sein Team zweimal Gold und viermal Silber gewann. Deshalb hat er „zwei Medaillen plus x“ als Ziel ausgegeben. Eine davon könnte das Kanu-Männer-Team holen. „Wir haben den Titel schon zweimal gewonnen“, erklärt Schubert. „Jetzt wollen wir ihn ein drittes Mal verteidigen.“ Zusammen mit Hannes Aigner (Augsburger KV) und Paul Böckelmann (Leipziger KC) bildet der KR-Fahrer die deutsche Mannschaft, die Titelansprüche anmeldet. „Im Training hat es bei uns schon ganz gut funktioniert“, sagt er.

Ob es zu einem Platz auf dem Treppchen reichen wird, können die beiden Hammer Starter nur schwer einschätzen. „Es ist ein starkes Teilnehmerfeld am Start“, sagt KR-Trainer Jürgen Schubert. „Einige Nationen nutzen die Meisterschaften als Olympiaqualifikation. Deshalb rechne ich mit harten Rennen, bei denen sich unsere Beiden nicht verstecken müssen.“ Er ist überzeugt, dass seine Schützlinge voll motiviert an den Start gehen werden. „Sie haben gezeigt, dass sie zu den Besten der Besten gehören, und das werden sie auch in der Slowakei unter Beweis stellen“, ist sich Jürgen Schubert sicher. „Beide haben sich eine Menge vorgenommen.“

Die Strecke in Liptovsky Mikulás ist anspruchsvoll und gehört neben der in Bratislava zu den Hausstrecken der slowakischen Kanuten. „Die Slowakei gehört zu den führenden Nationen in unserem Sport“, erklärt der Hammer Coach. „Aber einen Heimvorteil lasse ich nicht gelten, schließlich gehören unsere Athleten zur Weltspitze.“ Sohn Sebastian sieht das etwas anders. „Einige Mannschaften haben hier ihre Trainingslager abgehalten“, sagt er. „Ich denke, das wird sich im Rennen bemerkbar machen.“ Sei’s drum. In der Qualifikation geht es für ihn und Schornberg darum, das Halbfinale zu erreichen.

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