Schneider-Nachfolge geklärt: Hettwer Trainer bei Rhynern II

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Alf Dambrowsky begrüßt Ralf Hettwer (rechts) als neuen Trainer der zweiten Mannschaft des SV Westfalia Rhynern.

Hamm -  Zuerst hatte er gezögert, fast schon abgesagt. Doch dann stimmte Ralf Hettwer der Lösung doch zu und beerbt Thomas Schneider als Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Westfalia Rhynern II.

„Ich hatte anfangs ein bisschen Muffe. Denn nach den neun Jahren, in denen Thomas hier am Papenloh tolle Arbeit geleistet hat, sind die Fußstapfen schon recht groß. Da dachte ich, dass ich eigentlich nur auf die Nase fallen kann“, erklärt der 50-Jährige. „Aber da uns sieben oder acht Spieler verlassen, habe ich die Chance gesehen, hier eine neue Mannschaft aufzubauen und die Philosophie des Vereins mitzuleben, junge Spieler für die Oberliga auszubilden.“

Und da ihm Mike Kischkel aus dem bisherigen Betreuerstab der Zweiten als Co-Trainer zur Seite stehen wird, nahm Hettwer die Anfrage der Vereinsverantwortlichen letztlich an und löst damit im Sommer den zur TuS Wickede wechselnden Thomas Schneider ab.

Hettwer war über die Stationen Hemer 32, SG Hemer, TuS Echthausen und TuS Wickede im März 2013 an den Papenloh gekommen und arbeitete seitdem als Co-Trainer des Bezirksliga-Teams. „Thomas kenne ich privat und beruflich. Er hat mich vor drei Jahren nach Rhynern geholt“, erinnert sich der selbstständige Versicherungskaufmann, der seinen Wechsel an den Papenloh bislang nicht bereut hat. „Das war seitdem eine ganz tolle Zeit“, sagt er und hofft, dass sich daran nichts ändern wird.

Daher ist er gerade dabei, die neue Mannschaft für die kommende Spielzeit zusammenzustellen. „Es ist natürlich eine Masse, die uns verlassen wird. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen. Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, eine Saison in ruhigem Fahrwasser spielen und wieder Talente für die Erste ausbilden“, erläutert Hettwer die Ziele für die neue Saison und freut sich, dass in diesem Sommer mit Jonas und Marius Michler sowie Georgios Gkikas den Sprung in den Oberliga-Kader geschafft haben. „Es macht einfach Spaß, dazu einen Beitrag zu leisten“, betont Hettwer, der es als Vorteil sieht, dass er die Strukturen im Verein kennt und genau weiß, worauf er sich einlässt: „Wir sind nun mal die Reserve. Da ist es klar, dass die Aufmerksamkeit auf der ersten Mannschaft liegt. Das ist in Ordnung und soll auch so sein.“

Rhynerns Sportdirektor Alf Dambrowsky verriet, dass die Westfalia auch mit einigen externen Kandidaten in Kontakt stand, sich dann aber für die interne Lösung entschieden hat. „Uns ist es wichtig, dass die gute Arbeit von Thomas eins zu eins fortgeführt wird. Und da Ralf mit Leib und Seele hinter diesem Konzept steht, haben wir uns für ihn entschieden“, erklärt Dambrowsky.

Unterstützung bei seiner Arbeit erhält Hettwer durch Sebastian Morche und Daniel Spilker, die als Teamleiter für die U23- und U19-Teams fungieren werden.

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