HSV schlägt Brünninghausen mit 2:0 und klettert auf Platz drei

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Nils Kisker verrichtete viel Arbeit im HSV-Mittelfeld.

Hamm - Nur kleine Gesten des Jubels, wenn überhaupt: Die Oberliga-Fußballer der Hammer SpVg feierten ihren zweiten 2:0 (1:0)-Sieg innerhalb von fünf Tagen so abgeklärt, wie sie in den vorangegangenen 90 Minuten gegen den Aufsteiger FC Brünninghausen gespielt hatten. Ihr Lohn: der Sprung auf den dritten Tabellenplatz.

„So macht es Spaß, so können wir weitermachen“, sagte Kapitän und Innenverteidiger Felix Fuchs, dessen Laune nach einer weiteren Partie ohne Gegentreffer ganz besonders gut war. Zufrieden war auch sein Trainer Sven Hozjak. Nur die Tabelle wollte er lieber aus dem Spiel lassen: „Wir müssen bodenständig bleiben. Es freut mich, dass wir auf Tuchfühlung sind, das sieht schön aus, aber es interessiert mich nicht“, sagte er und warnte: „Das kann nächste Woche schon wieder anders aussehen.“ Dann gastiert die HSV beim punktgleichen Zweiten 1. FC Kaan-Marienborn. Überhitzte Erwartungen sind da nur hinderlich.

Hozjak hatte die Anfangsformation gegenüber dem 2:0-Erfolg bei Arminia Bielefeld II nur in homöopathischen Dosen verändert. Manuel Dieckmann ersetzte Yüksel Terzicik auf der rechten Außenbahn und kam so zu seinem Startelf-Debüt. Zentral spielte Damir Ivancicevic für Dalibor Gataric, der zunächst eine Verschnaufpause erhielt.

Von Anpfiff an setzten die Hammer ihren Gästen zu – mit Ball und ohne. „Wir wollten sofort Druck machen. Das ist uns ganz gut gelungen“, sagte Giacomo Serrone, der wie in Bielefeld an vorderster Front spielte und die FCB-Innenverteidiger Alexander Enke und Dennis Drontmann bearbeitete. Der Aggressivität im Angriffsdrittel entsprang die Ecke, die zum frühen 1:0 führte. Linksverteidiger Felix Frank bekam den halbhohen Ball unter Kontrolle und schoss ihn ins Tor (6.).

Hammer SpVg erkämpft 2:0 gegen FC Brünninghausen

Danach verflachte die Partie schlagartig. Die Gastgeber zogen sich etwas zurück, gaben die Kontrolle aber nicht aus der Hand. An Einsatz mangelte es den Dortmundern nicht, doch kontrolliert vor das Tor kommen ließ Hamm sie nicht. Im Strafraum des souveränen HSV-Keepers Philip Faderl herrschte Ruhe. Das galt allerdings auch auf der Gegenseite. Erst gegen Ende der ersten 45 Minuten wurde die HSV wieder gefährlich.

Wachmacher war ein Vorstoß von Rechtsverteidiger Dennis Mooy, der nach Doppelpass mit Ivancicevic frei vor FCB-Torhüter Muhammed Acil auftauchte, der das Duell allerdings für sich entschied (34.). Kurz darauf hämmerte Mike Pihl den Ball an den Pfosten (37.), nur eine Minuten später zischte ein Schuss von Serrone nach herrlichem Steilpass von Ivancicevic um Zentimeter am Tor vorbei (38.). Zur Pause gab es Applaus für die Gastgeber. Das einzig Ungute an der ersten Halbzeit war die Erinnerung an die Partie in Ennepetal, die sie heraufbeschwor. Auch da hatte die HSV das Geschehen kontrolliert, etliche Chancen gehabt, aber nur 1:0 geführt.

Bevor noch mehr an die Niederlage eine Woche zuvor erinnern konnte, legte die HSV nach. Und wieder brauchte sie dafür nicht lange. Ivancicevic vollendete einen Konter über Serrone und Pihl kaltschnäuzig zum 2:0 (52.). Das war der Knackpunkt. „Wir haben zweimal zu früh ein Gegentor kassiert“, sagte Brünninghausens Trainer Alen Terzic, der mit ansehen musste, wie sich seine Elf, angereist immerhin als Dritter, erfolglos und mit erkennbar schwindendem Glauben an der HSV-Defensive abarbeitete. „Nach dem 2:0 war bei denen die Luft raus. Wir hätten heute noch eine halbe Stunde länger spielen können, die hätten kein Tor gemacht“, sagte Fuchs, der daran einen Anteil hatte. „Für uns in der Abwehr ist ,zu null’ enorm wichtig. Das gibt Sicherheit und Selbstvertrauen.“

Unter diesem Aspekt wäre es für Hamms Offensive ganz hilfreich gewesen, wenn sie weitere Tore geschossen hätte. Dafür spielte sie ihre Kontergelegenheiten allerdings zu schlecht zu Ende. Dem Tor am nächsten kam Serrone, als er den Kasten nach einem abgewehrten Pihl-Schuss nur knapp verpasste (79.).

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