Saison-Bilanz der Eisbären: Werbung für Eishockeysport

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Vorsitzender Werner Nimmert (links) und Stellvertreter Jan Koch blicken der Saison zuversichtlich entgegen.

Hamm - Dem erfolgreichen Kampf um den Erhalt der Eishalle folgte eine ansprechende Saison der Eisbären in der 1. Eishockey-Liga West. Im WA-Interview blicken die Verantwortlichen von Lippe Hockey Hamm (LHH) auf ein sehr intensives und bewegendes Jahr zurück.

LHH-Vorsitzender Werner Nimmert und sein Stellvertreter Jan Koch sind derzeit mit den Planungen für das kommende Meisterschaftsjahr beschäftigt. Hier ein Ausschnitt aus einem aktuellen Interview:

Die Eishalle gerettet, Platz zwei in der Liga – wie sieht Ihr Fazit der vergangenen Saison aus?

Koch: Letztlich sind wir mit dem Saisonverlauf schon zufrieden. Wir haben unsere Zuschauerzahlen leicht von 380 auf knapp über 500 steigern können. Wir haben auch unsere sportlichen Ziele erreicht, sind ins Finale gekommen, haben in zwei offenen Partien gegen Ratingen zweimal mit 4:6 den Kürzeren gezogen. Es waren gute Spiele und eine Werbung für den Eishockeysport.

Das war das, was auch alle sehen wollen. Es will doch keiner in die Halle kommen und im Vorfeld wissen, wer das Spiel gewinnt, oder dass es nur eine Frage der Höhe ist, wie die Begegnungen ausgehen.

In den Vorjahren gab es bei den Eisbären zum Ende einer Saison oft eine große personelle Fluktuation. Das war diesmal nicht der Fall. Ist das ein Indiz dafür, dass es in Hamm auch wirtschaftlich wieder rund läuft?

Nimmert: Was für das Sportliche zutrifft, kann ich auch in wirtschaftlicher Hinsicht nur bestätigen. Wir haben uns klar an feste Budgets gehalten. Jan und ich sind hier angetreten, diesen Verein gesund zu führen und nicht Phantastereien einzugehen, irgendwelche Topspieler zu holen, die nicht zu finanzieren sind. Das ist nämlich meistens der Fall, dass einem dann am Ende der Saison das Geld ausgeht.

Wir haben gesagt, wir wollen die Mannschaft zusammenhalten, wollen viel mit eigenen Nachwuchskräften oder Talenten aus der Umgebung arbeiten. Wir haben feste Vorgaben. So gehen wir auch jetzt in die Verhandlungen mit den Spielern. Die sind daher teilweise auch etwas schwierig, doch wir werden diesen Pfad nicht verlassen. Solange wir beide hier in diesem Vorstand sind, wird es finanzielle Drahtseilakte in Hamm nicht mehr geben.

500 Zuschauer im Schnitt sind schon einmal ein erster Schritt, aber nicht die Zahlen aus früheren Eisbären-Zeiten. Haben Sie insgeheim nicht mehr Besucher erwartet?

Nimmert: Das ist dem Modus geschuldet. Die Einfachrunde war eigentlich in Ordnung, doch dann kam diese Doppelrunde mit sechs Mannschaften. Das wurde am Ende auch ein bisschen langweilig. Wir konnten von Glück reden, dass wir mit Dortmund zumindest eine Mannschaft dabei hatten, die Zuschauer mitgebracht hat. Das ist nicht nur ein Problem, das wir festgestellt haben, sondern das ging allen Vereinen in der Endrunde so.

Wenn die Liga in Zukunft jetzt anders strukturiert wird, wir eine interessantere Runde bekommen, dann werden wir auch mit mehr Zuschauern rechnen können. Wir haben vor der Saison mit geringeren Zahlen kalkuliert, doch wenn man dann in einigen Spielen sogar die 800er oder 1000er Marke knackt, dann freut man sich natürlich und wird für die ganze Arbeit, die man hier leistet, belohnt.

Wir wollen attraktiven Sport bieten, das ist uns gelungen. Wir haben zuletzt viele spannende Spiele gesehen. Daran wollen wir in den nächsten Jahren anknüpfen und damit die Zuschauerzahlen weiter nach oben bringen.

Lesen Sie das komplette Interview in der Dienstagsausgabe des WA.

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