Der SK Germania Herringen will Deutscher Meister werden

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Kevin Karschau will mit dem SK Germania Herringen den dritten DM-Titel bejubeln.

Hamm - Drei Penaltys nicht genutzt – Ärger um vermeintliche Fehlentscheidungen der Schiedsrichter und eine 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel: Das Frust-Paket, das die Akteure des SK Germania Herringen mit in das entscheidende Wochenende um die deutsche Rollhockey-Meisterschaft gegen die ERG Iserlohn nehmen, ist groß.

Doch die Hoffnung, am Sonntag nach den Final-Play-offs den dritten DM-Titel nach 2013 und 2014 feiern zu können, ist im Hammer Westen ungebrochen. „Sportlich haben unsere Spieler die erste Partie abgehakt“, ist sich der SKG-Vorsitzende Michael Brandt sicher. „Die Jungs gehen einfach davon aus, dass sie noch zweimal gefordert werden.“ Diese zwei Mal muss die Mannschaft noch gegen den amtierenden Titelträger aus Iserlohn gewinnen, ehe tatsächlich gefeiert werden kann. Grundvoraussetzung ist ein Sieg am Samstag (18 Uhr/Glück-Auf Halle), der ein Entscheidungsmatch am Sonntag an gleicher Stelle (15.30 Uhr) zur Folge hätte. „Noch ist nichts verloren“, strahlt Brandt Optimismus aus. „Im Halbfinale gegen Düsseldorf standen wir ebenfalls nach der Schlappe im Hinspiel unter Erfolgsdruck. Und vor heimischem Publikum überzeugte die Mannschaft dann mit zwei Siegen.“

Auch 2015 fiel die Entscheidung erst mit dem dritten Finalspiel. Und es gibt einige Parallelen zur Vorsaison. Nach der Hin- und Rückrunde in der Bundesliga erarbeiteten sich die Herringer den ersten Platz in der Abschluss- tabelle, gefolgt von den Sauerländern auf Rang zwei. Und wie 2015 heißen die Finalgegner Iserlohn und Hamm. Während die Germanen damals die dritte und entscheidende Partie im Penaltyschießen verloren, soll dieses Mal die Revanche gelingen.

Germanen-Trainer Hans-Werner Meier beschränkte sich in der Vorbereitung auf das große Finale auf zwei Trainingseinheiten. Die Mannschaft musste in den vergangenen Wochen gleich zwei Mal am Samstag und Sonntag antreten. Gegenüber dem Gegner hat der SKG in den vorherigen Wochen drei anstrengende Spiele mehr auf dem Konto. „Gegen Iserlohn wartet allerdings die schwerste Aufgabe auf uns“, ist sich Brandt sicher. „Auch wenn ich ein besseres Gefühl habe als noch vor den Begegnungen gegen Düsseldorf im Halbfinale.“

Die Gespräche und taktischen Feinheiten standen im Mittelpunkt der Trainingsarbeit der vergangenen Woche. Für „Alfredo“ Meier ist der Ausgang des Titelrennens allerdings offen. „Die Mannschaft hat im ersten Finale stark gespielt, beide Teams begegnen sich auf Augenhöhe“, sagt er. Drei direkte Strafstöße hatte sein Team vergeben, ein reguläres Tor wurde nicht anerkannt. „Das war einfach eine unglückliche Niederlage in Iserlohn“, so Meier.

Zum Finalwochenende steht Meier der komplette Kader zur Verfügung. Auch der zweite Keeper der Germanen, Joka Ferreira, blieb während der Woche in Hamm und bereitete sich mit seinen Mitspielern vor – und würde gerne mit dem Team Deutscher Meister werden.

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