SK Germania kämpft um den Einzug ins DM-Finale

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Robin Schulz

Hamm -  Es waren keine ruhigen Tage, die die Spieler und Offiziellen des SK Germania Herringen nach der 3:7-Niederlage im deutschen Rollhockey-Pokalfinale gegen die IGR Remscheid verlebt haben.

Gegenseitige Vorwürfe von Trainer Hans-Werner „Alfredo“ Meier und der Mannschaft und die Frage, ob der Coach zum Halbfinal-Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft am Samstag (18 Uhr/Glückauf-Halle) überhaupt noch auf der Bank sitzen würde – das alles hat sich geklärt. Meier bleibt definitiv bis zum Saisonende. Und ab sofort liegt der Fokus aller Beteiligten einzig und allein auf dem größten Saisonziel: Der Qualifikation für die DM-Finalspiele, die in einer Woche anstehen und einen festen Platz auf dem Terminkalender der Herringer haben.

„Unser großes Saisonziel war das Finale und möglichst der dritte Meistertitel“, betont der SKG-Vorsitzende Michael Brandt. „Und das können wir mit zwei Siegen gegen den TuS Düsseldorf-Nord noch erreichen.“ Außerdem haben sowohl die Spieler als auch der Trainer mit etwas Abstand „zurückgerudert. Aber ich gehe davon aus, dass nach dem letzten Spiel intensiv über Trainiersituation geredet werden muss“, so Brandt. „Doch jetzt können wir uns nicht mehr mit dem Thema beschäftigen.“

Die aktuell wichtigste Nachricht für die Herringer ist daher, dass sich Robin Schulz aus dem Verletztenlager zurückgemeldet hat. Der Nationalspieler hatte sowohl das erste Halbfinale in Düsseldorf als auch das Pokal-Endspiel gegen Remscheid verpasst, weil er sich eine schwere Bänderdehnung im Knöchel zugezogen hatte. Am Donnerstag stieg Schulz wieder ins Training ein und signalisierte anschließend Grünes Licht. „Mit Robin verändert sich unser Spiel entscheidend“, ist sich Brandt sicher. „Wir können variantenreicher agieren und höheres Tempo gehen. Es ist zudem für die anderen vom Kopf her wichtig, dass er wieder dabei ist, zumal er in den vergangenen Spielen einer unserer Stärksten war. Daher gehe ich davon aus, dass er auch in der Startaufstellung stehen wird.“

Neben Schulz wird auch der Portugiese Joka Ferreira wieder im Kader stehen. Der Torhüter soll, wie im Vorfeld abgesprochen, als Backup für Timo Tegethoff auf der Bank Platz nehmen. So ist allein der Einsatz von Marcel Stork noch mit einem Fragezeichen versehen, der über eine Verletzung am Handgelenk klagt.

Für die anderen geht der Weg ins Finale nach der 2:3-Niederlage in der Verlängerung aus dem Hinspiel nur über zwei Etappen: Einen Sieg gegen Düsseldorf am Samstag und und einen weiteren gegen das selbe Team am Sonntag um 15.30 Uhr, ebenfalls in der Glückauf-Halle. Das Torverhältnis spielt dabei keine Rolle. „Wir wollen unbedingt das Entscheidungsspiel am Sonntag erzwingen“, sagt der SKG-Vorsitzende. „Und mit dem Heimvorteil können wir das auch schaffen.“

Die Herringer rechnen mit einem extrem defensiv eingestellten TuS-Team das seinen Vorteil aus dem ersten Spiel zu nutzen versucht, um über Konter den entscheidenden Erfolg nachzulegen. „Zudem haben sie mit Nationalkeeper Jan Kutscha einen super Rückhalt“, weiß Brandt. „Daher müssen wir es unbedingt vermeiden, in Rückstand zu geraten.“

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