Rhynern will dem SV Zweckel keinen Dreier gönnen

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Wollen wieder jubeln: Lucas Arenz (links) und Salvatore Gambino.

Hamm - Die Saison ist für den SV Westfalia Rhynern eigentlich gelaufen. Durch einen fulminanten Zwischenspurt zu Beginn des Jahres hat sich das Team in der Fußball-Oberliga aller Abstiegssorgen entledigt und kann als derzeit Sechster dem Saisonende überaus entspannt entgegenblicken. Dennoch haben die Spieler vom Papenloh noch ein klares Ziel vor Augen – und dafür benötigen sie am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen das Schlusslicht SV Zweckel unbedingt einen Sieg.

Die Westfalia-Akteure haben sich intern darauf verständigt, dass sie die Spielzeit auf dem sechsten Rang abschließen möchten. „Und um das zu erreichen, benötigen wir noch zehn Punkte“, stellt Trainer Björn Mehnert klar – und fordert: „Dann sollen sie mal am Sonntag anfangen, die Zähler zu sammeln.“ 

Zuletzt war dies den Rhyneranern nicht ganz so gut gelungen. Denn die vergangenen drei Partien waren allesamt verloren gegangen. Doch Mehnert ist zuversichtlich, dass sich seine Mannschaft am Sonntag anders präsentieren wird. Vor allem die Tatsache, dass er die komplette Woche mit seinen Schützlingen trainieren konnte, stimmt ihn optimistisch. „Wir hatten endlich mal keine englische Woche. Das hat den Jungs gut getan. Ich denke, dass der eine oder andere wieder deutlich spritziger sein wird.“

Das wird wohl auch nötig sein. Denn der SV Zweckel hat sich im Kampf um den Ligaerhalt noch lange nicht aufgegeben, wie er am vergangenen Wochenende durch den klaren 3:0-Sieg gegen die Hammer SpVg unterstrichen hatte. „Die Partie gegen uns wird für die Zweckeler die letzte Chance sein, um noch einmal den Anschluss zu schaffen. Selbst ein Remis würde denen nicht reichen, die müssen bei uns gewinnen“, sagt Mehnert und erwartet daher einen Gegner, der alles Mögliche versuchen wird, um am Papenloh als Sieger vom Platz zu gehen.

„Zweckel wird 110 Prozent Einsatz, Willen und Leidenschaft mitbringen“, sagt Rhynerns Coach – und erwartet von seiner Mannschaft das gleiche: „Es wird nicht funktionieren, wenn wir es nur mit fußballerischen Mitteln versuchen, zumal das unser Platz auch nicht ermöglicht. Wir müssen dagegenhalten, die Zweikämpfe gewinnen und voll zur Sache gehen. Wenn wir Zweckel nicht Paroli bieten, wird es uns so ergehen wie unserem Nachbarn HSV.“

Aber nicht nur in kämpferischer Hinsicht erwartet der 39-Jährige eine starke Vorstellung von seinem Team. Bei der 0:1-Niederlage gegen die SpVgg Erkenschwick hatten Mehnert einige Dinge nicht gefallen, von denen er hofft, dass sie seine Akteure nun besser machen. „Wir waren nicht ballsicher genug, haben uns viele Fehlpässe geleistet und haben zu wenig Druck nach vorne entwickelt, so dass wir zu wenig Chancen kreiert haben“, erklärt der Coach.

Daher will er seine Mannschaft auf zwei, drei Positionen ändern. So werden Markus Maier und Dustin Wurst mit großer Wahrscheinlichkeit wieder ins Team rutschen. Und auch die taktische Ausrichtung wird eine andere sein. Die Rhyneraner werden nicht – wie zuletzt gegen Erkenschwick – mit einer Dreier-, sondern wieder mit einer Vierer-Kette in der Abwehr agieren. „Wie es dann davor aussehen wird, müssen wir noch schauen“, sagt er. Ausfallen werden Thanh-Tan Tran (muskuläre Probleme am Oberschenkel) und Felix Böhmer (Sprunggelenkverletzung).

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