Rhynern will im Pokal bei SuS Oberaden viel wechseln

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Steht in Oberaden in der Anfangsformation: Sven Ricke (rechts).

Hamm - In der Meisterschaft, so scheint es, hat die Saison für den Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern gerade erst begonnen. Nach vier Niederlagen in Serie hatte die Mannschaft am Freitag mit 3:1 gegen den TSV Marl-Hüls den zweiten Saisonsieg eingefahren – und ist nun im Pokal gefordert. Im Achtelfinale auf Kreisebene gastiert die Papenloh-Elf Dienstag Abend (19 Uhr) beim A-Kreisligisten SuS Oberaden.

Diese Partie kommt Trainer Björn Mehnert sehr gelegen. Zum einen, so betont er, könne sein Team dabei weiter im Rhythmus bleiben. Zum anderen bietet diese Begegnung auch die Möglichkeit, den Akteuren, die zuletzt etwas hinten anstanden, Spielpraxis zu geben. So werden beim Vorletzten der Kreisliga A2, der in den bisherigen sechs Partien erst einen Zähler ergattert hat, unter anderem Keeper Maximilian Eul, Besmir Rada, Sven Ricke, Tim Neumann, Xhino Kadiu, Thanh-Tan Tran, Jan Kleine, Jonas Michler und Marvin Buchta zum Einsatz kommen.

„Das ist aber keineswegs eine B-Elf, die wir auf den Platz schicken. Sondern das sind alles Jungs, die Ansprüche haben, am Wochenende auch in der Meisterschaft zu spielen. Jetzt können sie sich zeigen“, erklärt Mehnert, der trotz der vielen Wechsel im Vergleich zur Anfangsformation gegen Marl-Hüls das eigentliche Ziel klar im Visier hat: „Wir wollen die nächste Runde im Pokal erreichen.“

Ehe sich Rhynerns Coach Coach mit der Aufgabe in Oberaden beschäftigte, genoss er erst einmal das Wochenende. „Das war mit dem Sieg im Rücken sehr angenehm“, betont der 40-Jährige, der am Sonntag die Partie SV Lippstadt 08 gegen den SC Hassel beobachtete und sich dabei ein eigenes Bild vom bislang stark auftrumpfenden Aufsteiger SCH machte. Gleichzeitig beschäftigte er sich gedanklich auch noch intensiv mit dem Auftritt seiner Schützlingen am vergangenen Freitag.

Denn da hatten die Rhyneraner im ersten Durchgang die besten 45 Minuten der bisherigen Saison und im zweiten Durchgang eine beeindruckende Moral gezeigt, als sie nach dem Gegentreffer zum 1:1 und der Gelb-Roten Karte gegen Dustin Wurst die Partie zu ihren Gunsten drehten. „Da war endlich mal jeder fokussiert“, hatte Mehnert einen der Gründe für die deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den Auftritten der Vorwochen ausgemacht.

„Vielleicht lag es auch daran, dass wir Freitagabend gespielt haben. Da war es eine andere Vorbereitung als bei einem Spiel am Sonntag. Wichtig war auch, dass Slvatore Gambino wieder dabei war.“ Zudem, so merkte Rhynerns Coach weiter an, habe er einen anderen Teamspirit als zuletzt gespürt. „Auch die Spieler, die draußen waren, haben sich bei den Toren riesig gefreut. Da muss jetzt mal jeder seine persönlichen Egoismen hinten anstellen. Und wer das nicht versteht, der wird es bei mir schwer haben“, so Mehnert.

Allzu sehr blenden lassen will er sich von dieser starken Vorstellung aber nicht. „Es ist nicht so, dass jetzt auf einmal alles super ist. Ich hatte gesagt, die nächsten vier Wochen werden entscheidend sein. Jetzt ist gerade mal eine Woche vorbei. Ich werde jeden Einzelnen weiter sehr genau beobachten und schauen, wie sich jeder gibt und im Team einbringt.“

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