Rhynern verliert in Beckum mit 1:3

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Nichts zu holen gab es für Rhynern – hier Thanh-Tan Tran (rechts) – beim SC Roland Beckum.

Beckum - Ein Fehlstart? Nein, davon wollte Björn Mehnert nicht sprechen. Dennoch gab der Coach des SV Westfalia Rhynern nach der 1:3 (0:1)-Niederlage im Auswärtsspiel der Fußball-Oberliga beim SC Roland Beckum unumwunden zu, dass er sich nach drei Spieltagen mehr als lediglich drei Zähler auf dem Konto erhofft hatte. „Wir haben jetzt neun Gegentore in drei Partien kassiert. Da sieht man, wo uns der Schuh derzeit drückt. Da fehlt uns ein Stück weit die Qualität“, stellte Rhynerns Trainer klar.

Vor allem Michael Wiese auf der rechten Abwehrseite war kaum einmal in der Lage, die Kreise des zweifachen Torvorbereiters Dastin Szymanski einzuengen. „Michael war in den Partien vorher zwar stark, hat aber heute einen rabenschwarzen Tag erwischt. Er hat auf seiner Seite gar nicht stattgefunden. Das gleiche gilt für Dustin Wurst in der Mitte“, nannte Mehnert sogar Namen, nahm Adrian Cieslak jedoch ausdrücklich aus seiner Kritik an die Adresse seiner Defensivakteure heraus.

Dabei hatten die Rhynernaner den ersten Treffer zum 0:1 (22.) noch unter überaus unglücklichen Umständen kassiert. Denn nach einer Ecke schoss Lars Schröder den Abpraller Richtung Westfalia-Gehäuse, verfehlte sein Ziel allerdings deutlich. Rene Wessels hielt jedoch seinen Fuß dazwischen und beförderte das Spielgerät mit der Hacke über die Linie.

Noch vor dem Wechsel hatten die Gäste durchaus die Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. Aber Salvatore Gambino nach einer Flanke von Xhino Kadiu (34.) und Lucas Arenz mit einem Schrägschuss (44.) wussten die guten Chancen nicht zu nutzen. Der verdiente Ausgleich fiel dann aber nach dem Wechsel. Adrian Cieslak war im Strafraum der Beckumer zu Fall gekommen – warum und weshalb, das blieb auch nach dem Abpfiff ein Geheimnis. Selbst Schiedsrichter Felix Weller konnte – oder wollte – auf Nachfragen der Roland-Akteure nicht sagen, wer Rhynerns Innenverteidiger von den Beinen geholt haben sollte. Lennard Kleine ließ sich jedenfalls nichts aus der Ruhe bringen, behielt die Nerven und verwandelte den Strafstoß zum 1:1 (58.).

Doch es waren in der Folgezeit nicht die Rhyneraner, die die Partie zu ihren Gunsten entschieden, sondern die Platzherren. Nachdem Westfalia-Keeper Alexander Hahnemann in der 62. Minute noch in höchster Not gegen Szymanski gerettet hatte (62.), war er wenig später zum zweiten Mal geschlagen. Erneut hatte sich Szymanski über die linke Seite durchgesetzt und in die Mitte gepasst, wo Wessels zum 1:2 einschob (66.). Und damit nicht genug. In der 743 Minute wiederholten die Beckumer genau den gleichen Spielzug. Wiederum leistete Szymanski die Vorarbeit, wiederum hielt Wessels den Fuß hin und markierte den 1:3-Endstand.

„In dieser Partie hat man wieder einmal gesehen, dass Ballbesitz oder Spielkontrolle gar nichts bedeutet. Wir hatten zwar mehr vom Spiel, aber haben unsere Chancen nicht genutzt“, ärgerte sich Mehnert nach dem Abpfiff. „Das war an diesem Tag der Unterschied. Beide Mannschaften haben Fehler gemacht, aber Beckum hat unsere bestraft. Das hatte auch nichts mit dem Platz oder den Temperaturen zu tun. Wir hatten zu viele Aussetzer und Ausfälle, die konnten wir nicht kompensieren.“

Daher blieb Mehnert nach dem Abfiff nichts anderes übrig, als den Blick gleich auf die nächste Partie zu werfen – auf das prestigeträchtige Ortsderby am Samstag um 17.30 Uhr am Papenloh gegen die Hammer SpVg. „Da wird es einige Überraschungen geben, wir werden einige Steine bei uns umdrehen“, kündigte Mehnert an.

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