Westfalia Rhynern nimmt mit 5:0-Sieg langsam Fahrt auf

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Traf zum 4:0: Xhino Kadiu.

Hamm - 5:0 – das hört sich nach einem mehr als deutlichen Sieg an. Und es weist nichts darauf hin, als hätte der Torwart der siegreichen Mannschaft bei diesem Duell eine wichtige Rolle gespielt. Doch beim klaren Erfolg des SV Westfalia Rhynern im Heimspiel der Fußball-Oberliga gegen die Spvgg Erkenschwick war Alexander Hahnemann, Keeper der Papenloh-Elf, tatsächlich der entscheidende Mann auf dem Platz. „Wir müssen uns bei Alex bedanken“, gestand nach der Partie Rhynerns Trainer Björn Mehnert ein.

Die Westfalia war bereits nach drei Minuten mit 1:0 in Führung gegangen. Michael Wiese hatte nach einem schwach abgewehrten Ball der Erkenschwicker Defensive aus 20 Metern Maß genommen und mit seinem Flachschuss genau ins Ecke Gäste-Torwart Marvin Kröger keine Abwehrchance gelassen. Als dann nur eine Minute später Xhino Kadiu nach einem Pass von Lennard Kleine knapp verzog, hörten die Gastgeber anschließend auf, geordnet und kontrolliert Fußball zu spielen. Oder wie es Hahnemann nach der Partie umschrieb: „Ein frühes Tor gibt nicht immer Sicherheit.“ Denn nach zehn Minuten übernahmen die Gäste vom Stimberg das Geschehen am Papenloh und sorgten in der Rhyneraner Defensive für ein heilloses Durcheinander. „Wir haben dem Gegner da zu viele Räume gelassen“, analysierte Mehnert später.

So rettete Hahnemann in der 14. Minute per Fußabwehr gegen den frei vor ihm auftauchenden Eugene Ofosu-Ayeh, in der 21. Minute schoss Ibrahim Erdem aus aussichtsreicher Position über das Gehäuse, ehe sich in der 24. Minute die Ereignisse überschlugen. Okan Solak hatte einen Freistoß wunderbar ins kurze Eck gezirkelt. Doch Hahnemann faustete das Spielgerät mit einer beachtlichen Parade an den Innenpfosten, von wo aus der Ball wieder ins Feld zurücksprang und über Umwegen bei Ofosu-Ayeh landete, der das Leder über die Linie drückte, dabei aber nach Meinung von Schiedsrichter Lennard Brüggemann im Abseits gestanden hatte. „Da hatten wir wirklich Glück. Denn gefühlt war der Ball bei der Rettungstat von Alex schon hinter der Torlinie“, meinte Mehnert.

Oberligist Westfalia Rhynern gewinnt 5:0 gegen die SpVgg Erkenschwick

Als Hahnemann dann auch noch gegen Tolga Cengelcik prächtig parierte (25.), wachten die Rhyneraner wieder auf und sorgten noch vor der Pause für die Entscheidung. In der 30. Minute stand Wiese goldrichtig und erhöhte nach einem Schuss von Lennard Kleine, den Spvgg-Torwart Kröger genau vor die Füße des Rhyneraner Rechtsverteidigers geboxt hatte, auf 2:0. „Zwei Tore in einem Spiel habe ich im Seniorenbereich noch nie gemacht“, freute sich Wiese.

Drei Minuten später markierte Kleine nach einem feinen Doppelpass mit Robin Hoffmann auf 3:0 (33.), ehe Kadiu nach einem fatalen Rückpass von Muhamed Demir für das 4:0 sorgte (38.) – ein Vorsprung, von dem die Rhyneraner nach 25 Minuten niemals zu träumen gewagt hätten. „Ich habe zwei-, dreimal gerettet. Aber dafür bin ich da. Wir waren zwischenzeitlich nicht präsent genug, aber nach den Toren zwei und drei war der Drops gelutscht“, meinte Hahnemann.

Im zweiten Durchgang erhöhte die Westfalia durch Salvatore Gambino, der eine Hereingabe von Hoffmann aufgenommen hatte, noch auf 5:0 (56.), anschließend schaukelten die Platzherren den deutlichen Vorsprung gemütlich nach Hause. Lediglich in der 80. Minute hatten sie noch einmal eine heikle Situation zu überstehen, als Erdem nur den Pfosten traf.

„Die Rhyneraner haben jetzt richtig Fahrt aufgenommen und werden ihren Weg gehen“, meinte Spvgg-Trainer Zouhair Allali nach dem Abpfiff. Doch Mehnert trat gleich wieder auf die Bremse. „Die Partie hat mich zeitweise an ein Jugendspiel erinnert. Es ging hin und her, und es gab wenig Kontrolle und Zugriff. Die Begegnung hätte auch 8:6 ausgehen können“, sagte der 40-Jährige. „Vom Ergebnis her gibt uns das Spiel sicher Selbstvertrauen. Aber wir müssen mit den Füßen auf dem Boden bleiben, auch wenn wir jetzt den dritten Sieg in Folge eingefahren haben.“

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