Vor dem Oberliga-Lokalduell am Samstag um 17.30 Uhr

Rhynerns Neuzugang Xhino Kadiu freut sich auf "besondere Atmosphäre"

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Westfalia-Neuzugang Xhino Kadiu (rechts) wartet noch auf seinen ersten Meisterschaftstreffer für die Westfalia und würde nur zu gerne am Samstag im Derby treffen.

Hamm - In Sachen Derby kennt er sich aus. Zwei Jahre lang trug Xhino Kadiu, Neuzugang des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern, das Trikot des FC Kray und spielte in der Regionalliga vor mehreren tausend Zuschauern gegen RW Essen. Daher weiß der 25 Jahre alte Angreifer nur zu gut, was ihn und seine Teamkollegen am Samstag (17.30 Uhr, Am Papenloh - wir berichten im Live-Ticker) im Stadtduell gegen die Hammer SpVg erwartet.

„Natürlich war das mit Kray etwas anders, da wir völlig überraschend aufgestiegen und uns dann in der Regionalliga gehalten haben. Wir waren in den zwei Jahren immer krasser Außenseiter in den Ortsderbys, RWE die klare Nummer eins in der Stadt. Das ist in Hamm anders, Rhynern und die HSV spielen jedes Jahr gegeneinander“, sagt der Angreifer – und fügt hinzu: „Aber egal, Derbys sind immer tolle Spiele vor vielen Fans. Da herrscht eine besondere Atmosphäre.“ 

Mit großen Vorschusslorbeeren war der gebürtige Grieche im Sommer zur Westfalia gewechselt. Bei der TSG Sprockhövel hatte er in zweieinhalb Jahren in 50 Partien beachtliche 30 Treffer markiert, vor allem in seiner zweiten Spielzeit mit 23 Toren hatte er furios aufgetrumpft, so dass er in den Fokus der Krayer gerückt war, die ihn nach ihrem Aufstieg in die Regionalliga nach Essen geholt hatten. Dort war er in 59 Partien immerhin noch zehn Mal erfolgreich gewesen.

"Nur Positives über den Verein gehört"

Als ihn dann im Frühjahr Rhynerns Sportlicher Leiter Martin Schiffer kontaktierte, war sein Interesse groß, das Angebot anzunehmen und an den Papenloh zu wechseln. „Von den Begegnungen mit der TSG gegen Rhynern wusste ich, dass das ein schwieriger Gegner ist, denn die Westfalia agiert immer offensiv und spielt guten Fußball. Zudem hatte ich nur Positives über den Verein gehört“, erklärt Kadiu die Gründe.

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Trainer Björn Mehnert erhofft sich von dem 25-Jährigen viel Präsenz im Angriffszentrum und sieht ihn als perfekte Ergänzung zu den quirligen Spielern drumherum wie Lucas Arenz, Lennard Kleine oder Salvatore Gambino. „Er soll die Bälle vorne festmachen und Torgefährlichkeit ausstrahlen“, sagt der Coach, fügt aber hinzu: „Bislang funktioniert das noch nicht, die Abstimmung passt noch nicht."

"Ich wollte das Tor für mein Selbstvertrauen"

In der Tat läuft es für Kadiu bisher nicht nach Wunsch. In allen drei bislang absolvierten Meisterschaftsspielen blieb er ohne Torerfolg, vergab zudem bei der 0:2-Niederlage gegen den TuS Erndtebrück beim Stand von 0:1 einen Strafstoß, als er anstelle des eigentlich als Elfmeterschützen vorgesehenen Lennard Kleine antrat.

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„Ich hatte Lennard gefagt, und er hat den Trainer weiter gefagt. Trotzdem war mir bewusst, was mich erwartet, wenn ich nicht treffe. Ich wollte das Tor für mein Selbstvertrauen. Aber trotzdem war das zu 100 Prozent meine Schuld und nicht die eines anderen“, zeigt er Reue.

"Natürlich will ich von Beginn an dabei sein"

Dennoch fühlt er sich bei der Westfalia pudelwohl, ist angetan von der familiären Atmosphäre und auch von der Qualität seiner Mitspieler. „Das Trainerteam ist klasse, einige von den Jungs könnten locker in der Regionalliga spielen, wenn ich da zum Beispiel an Lennard Kleine denke. Salvatore Gambino ist einer der besten Fußballer, mit denen ich jemals zusammen gespielt habe, Alexander Hanemann ist ein klasse Keeper, und Dustin Wurst der perfekte Leader, der zu 200 Prozent für die Mannschaft da ist“, sagt Kadiu und hofft, am Samstag sein erstes Tor für die Westfalia zu markieren – wenn er überhaupt zur Anfangsformation gehört. 

Denn nach der Niederlage in Beckum am Sonntag hatte Mehnert angekündigt, einige personelle Änderungen vorzunehmen. „Natürlich will ich von Beginn an dabei sein. Aber es ist seine Entscheidung, er ist der Coach. Ich bin hier ein neuer Spieler, er kennt die Mannschaft schon seit Jahren und weiß, was am besten ist“, so Kadiu.

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