Vor dem Oberliga-Lokalduell am Samstag um 17.30 Uhr

Joachim Mrowiec hofft auf Einsatz im HSV-Trikot gegen seinen Ex-Klub

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Joachim Mrowiec (rechts) hofft, dass er am Samstag im Duell mit seinem Ex-Klub aus Rhynern von Beginn an für die Hammer SpVg auflaufen kann.

Hamm - Joachim Mrowiec brennt auf einen Einsatz. Das liegt nicht allein daran, dass seine Hammer SpVg am Samstag das prestigeträchtige Derby beim SV Westfalia (17.30 Uhr, Am Papenloh - wir berichten im Live-Ticker) vor der Brust hat. Dass Rhynern sein Ex-Klub ist, spielt für den 25-Jährigen ebenfalls nur eine untergeordnete Rolle. Mrowiec will vor allem eines: spielen. Und zwar von Anfang an.

Den Oberliga-Auftakt gegen den FC Gütersloh (4:1) musste er sich komplett von der Ersatzbank aus ansehen. Auf der saß der gebürtige Oelder auch, als am vergangenen Sonntag die Partie gegen den SV Lippstadt (0:3) angepfiffen wurde. Erst nach einer Stunde kam er rein – Saisondebüt, endlich.

„Ich bin einer, der immer spielen will. Leider läuft es momentan nicht so ganz“, sagt der 1,92 Meter große Stürmer, der schon deshalb gerne seine Torchance zum möglichen 1:3 genutzt hätte, um ein Zeichen zu setzen. „Das hätte ich machen müssen“, ärgerte er sich. 

"Ich hoffe, dass ich bald meine Chance bekomme"

Seine Ungeduld ist nachvollziehbar. Denn hinter Mrowiec, der aus der Jugend des SV Herbern stammt, liegt die erste beschwerdefreie Sommervorbereitung seit vier Jahren, seit er in der Oberliga spielt. Damit stiegen auch seine Hoffnungen. Doch auf seiner Lieblingsposition ganz vorne war David Loheider gesetzt. Nachdem der sich gegen Gütersloh verletzt hatte, erhielt Djaniny Cleitson dos Santos Tavares gegen Lippstadt den Vorzug. 

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„Natürlich war ich enttäuscht, als ich das erfahren habe. Ich fühle mich körperlich gut und ich bin motiviert. Ich hoffe, dass ich bald meine Chance bekomme. Wenn ja, werde ich alles geben, um sie zu nutzen. Wenn nicht, muss ich weiter an mir arbeiten und mich über Kurzeinsätze empfehlen“, sagt Mrowiec, der sich nach eigener Aussage „pudelwohl“ fühlt im Hammer Osten. 

Trainer Sven Hozjak: "Joachim ist ein toller Junge"

Die Chancen auf seine Startelf-Premiere ausgerechnet im Ortsduell sind nicht kleiner geworden, denn der HSV gehen langsam die zentralen Offensivspieler aus. Loheider ist weiter verletzt, zudem zog sich Damir Ivancicevic gegen Lippstadt eine Zerrung zu. Ob er in Rhynern spielen kann, ist fraglich. 

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Eine Einsatzgarantie für Mrowiec gibt es von HSV-Trainer Sven Hozjak aber nicht: „Joachim ist ein toller Junge. Wenn er den Ball in der Nähe des Strafraums hat, wird es gefährlich. Aber er hat im vergangenen Jahr nicht so viel gespielt und daher noch ein bisschen Nachholbedarf. Daran arbeiten wir“, sagt Hozjak, dessen Art Mrowiec schätzt: „Er spielt immer mit offenen Karten und redet mit mir. Es ist wichtig, dass ein Trainer seinen Standpunkt klar macht.“ 

"Ich rechne mit einer engen Partie"

Die vergangene Saison in Rhynern stand für Mrowiec unter keinem guten Stern. Vor dem Wechsel zum Papenloh zog er sich einen Meniskusanriss zu. Insgesamt bestritt er im Laufe der Spielzeit nur fünf Partien über die kompletten 90 Minuten. Im April war ganz Schluss für Mrowiec. Der Verein beendete die Zusammenarbeit mit dem Ascheberger. Der hatte zuvor erklärt, dass er mit Trainer Björn Mehnert nicht klar komme. 

Am Samstag gibt es für Mrowiec nun also ein Wiedersehen mit Rhynern. „So ein Spiel gibt natürlich zusätzliche Motivation. Man will zeigen, dass man gut genug ist“, sagt er. „Ich habe mir schon ausgemalt, wie das wäre“, sagt Mrowiec. „Ich glaube, das kriegen wir hin: Wir gewinnen 2:1. Wenn ich dann noch das entscheidende Tor schießen sollte, wäre das wie gemacht“, sagt der 25-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht. 

Leicht wird das nicht, denn es geht am Samstag um Punkte und Prestige. „Rhynern hat schon zwei Spiele verloren, wir eines. Ein Derbysieg lässt die Stimmen von außen leiser werden“, glaubt Mrowiec. „Beide Mannschaften haben enorme Qualität, vor allem auf den Außenpositionen. Ich rechne mit einer engen Partie. Die Zweikämpfe werden entscheiden.“ Vielleicht werden es ja auch seine sein.

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