Rhynern vor Gesprächen mit Mehnert – Arenz kommt, Hunnewinkel geht

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Torwart Christoph Hunnewinkel verlässt Westfalia Rhynern nach 18 Monaten wieder.

Hamm - Björn Mehnert hatte in der Vergangenheit viel Werbung in eigener Sache gemacht. Zum einen durch die beeindruckende sportliche Entwicklung des SV Westfalia Rhynern in den vergangenen Jahren, für die er als Trainer mitverantwortlich war. Zum anderen aber auch verbal, als er kurz vor Weihnachten einmal mehr klarstellte, dass er als Coach in der Regionalliga arbeiten oder zumindest an der Tür zu dieser Spielklasse anklopfen möchte.

Daher wurde auch im Westfälischen Anzeiger vor der Winterpause spekuliert, dass er die Westfalia verlassen könne, vielleicht sogar zum mit mehr finanziellen Möglichkeiten ausgestatteten Orts- und Ligarivalen Hammer SpVg wechseln werde. Doch jetzt scheint sich eine Kehrtwende anzudeuten. Martin Schiffer, der Sportliche Leiter des Fußball-Oberligisten vom Papenloh, bestätigte zumindest Gespräche mit dem ehrgeizigen Trainer, den Vertrag über die aktuelle Saison hinaus zu verlängern.

„Wir sind im regen Austausch mit Björn“, sagt Schiffer. „Und wir sind uns einig, dass wir ausloten wollen, weiter zusammenzuarbeiten.“ Mehnert klang da etwas gedämpfter: „Der Verein hat noch im alten Jahr Kontakt zu mir aufgenommen und gesagt, dass man bald mit mir sprechen will. Es gibt in der Sache keinen neuen Stand.“

Dass sich Mehnert zuletzt recht weit aus dem Fenster gelehnt und sein Interesse für neue Herausforderungen öffentlich kundgetan hat, nimmt Schiffer ihm jedenfalls nicht übel. „Es ist jedem freigestellt, mit einem anderen Verein in Kontakt zu treten und den eigenen Marktwert zu testen, solange ich informiert bin. Das ist legitim und erlaube ich ja auch jedem Spieler“, betont der Sportliche Leiter. „Björn ist schon recht lange bei uns, und wir wissen, dass er nach oben will. Das wollen wir aber ebenfalls. Ich würde mir auch wünschen, dass wir sportlich aufsteigen oder zumindest noch einmal so eine Saison spielen wie im Jahr vorher. Wir sprechen da eine Sprache. Daher ist es durchaus denkbar, dass wir weiter zusammenarbeiten.“ Das wollte auch Mehnert nicht ausschließen: „Ich habe hohe Ambitionen, das ist bekannt. Man muss sehen.“

Während es auf dem Trainerposten – zumindest für die Rückrunde – keine Änderungen gibt, hat sich inSpieler-Sicht erneut etwas getan am Papenloh. Nach Abwehrallrounder Cihad Kücükyagci hat die Westfalia jetzt den zweiten Neuzugang präsentiert. Lucas Arenz, zuletzt vom Regionalligisten RW Essen an den Niederrhein-Oberligisten Wuppertaler SV ausgeliehen, wird bis zum Sommer für die Rhyneraner auflaufen. „Lucas ist natürlich eine große Verstärkung für uns“, sagt Schiffer. „Wer 27 Regionalliga-Partien absolviert hat, der wird uns auf jeden Fall weiterbringen.“ Der 21 Jahre alte Arenz, der beim SV Westfalia das Fußballspielen lernte und in Rhynern wohnt, soll auf der rechten Seite für Wirbel sorgen, wird im Sommer aber definitiv zu RWE zurückkehren.

Allerdings hat Rhynern, das am Wochenende mit neun Oberliga-Akteuren beim gut besetzten Hallenturnier in Osnabrück-Hellern auf Kunstrasen startet, auch zwei weitere Abgänge zu verkraften. Nachdem bereits vor Weihnachten die Verträge mit Martin Zakrzewski, Mergin Deliju und Felix Krellmann aufgelöst wurden, werden nun auch Torwart Christoph Hunnewinkel nach eineinhalb Jahren und Elsamed Ramaj, der erst im Sommer aus Wuppertal gekommen war, den Verein verlassen. In Sachen Ersatztorwart hinter Alexander Hahnemann favorisieren die Westfalia-Verantwortlichen eine interne Lösung mit Maximilian Eul und Nils Offermann aus der U23-Mannschaft.

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