Rhynern empfängt den Aufstiegskandidaten Sprockhövel

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Salvatore Gambino (links) ist stark angeschlagen und wird Rhynern im Duell gegen Sprockhövel fehlen.

Hamm - Das Saisonziel ist für den Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern zum Greifen nah. Mit einem Heimsieg am Pfingstmontag (15 Uhr) wäre dem Team von Trainer Björn Mehnert ein Platz unter den ersten Sechs und damit der Einzug in den Westfalenpokal wohl nur noch schwer zu nehmen sein. Der Gegner ist jedoch nicht von Pappe: Zu Gast ist der Tabellenzweite TSG Sprockhövel, der am Papenloh den Regionalliga-Aufstieg perfekt machen könnte.

Allzu wahrscheinlich ist das jedoch nicht. Voraussetzung ist, dass Sprockhövels Verfolger SV Lippstadt 08 am Samstag (18 Uhr) nicht gegen Rhynerns Verfolger FC Eintracht Rheine gewinnt. Und dann müsste die TSG auch noch am Papenloh gewinnen. Dass das nicht einfach ist, wissen die jungen Himmelsstürmer von Trainer Andrius Balaika aus leidvoller Erfahrung. Im Hinspiel biss sich seine starke Offensive die Zähne an Rhynerns Abwehr aus und verlor sogar durch ein spätes Tor von Thanh-Tan Tran mit 0:1. Ein untypisches Ergebnis, denn Sprockhövel (71 Treffer) und Rhynern (68) sind die torhungrigsten Mannschaften der Oberliga.

Lange Zeit sah es so aus, als ob es die blutjungen Sprockhöveler nahezu mühelos in die Regionalliga schaffen würden. Doch nach einer zwar guten, aber nicht überragenden Rückserie müssen sie wieder zittern. Das gilt umso mehr, wenn sie in Rhynern verlieren sollten. „Die Jungs aus Sprockhövel haben eine phantastische Saison gespielt und hätten es verdient aufzusteigen. Aber jetzt wird der Druck ein bisschen höher. Jetzt merken die Spieler: Wir haben was zu verlieren“, sagt Mehnert, der der TSG den Aufstieg gönnt: „Ich finde es gut, wenn eine junge Mannschaft mit überschaubaren finanziellen Mitteln Erfolg hat. Ich glaube auch, dass sie es schaffen werden.“

Das müssen sie allerdings ohne die Punkte vom Papenloh. Denn bei aller Sympathie: Zum Steigbügelhalter der Sprockhöveler will Rhynern nicht werden. „Im Hinspiel haben wir defensiv sehr gut gearbeitet und kompakt gestanden. Diese Qualitäten werden wir auch Montag zeigen müssen, denn die TSG hat in der Offensive enorme Qualität“, warnt Mehnert, der sehr wahrscheinlich auf die verletzten Lucas Arenz, Salvatore Gambino und Andrei Lorengel verzichten muss. Fraglich sind die angeschlagenen Gerrit Kaiser und Jan Kleine.

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