Rechenspiele im Weltcup: Schubert und Schornberg starten in Tacen

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Sebastian Schubert fährt beim Finale des Weltcups in Tacen um die Podestplätze mit. 

Hamm - Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert brechen am Donnerstag ein letztes Mal in dieser Saison zu einem Weltcup-Rennen auf. Im slowenischen Tacen gehen die beiden Slalom-Asse des Kanu-Rings Hamm mit ganz unterschiedlichen Ausgangspositionen in die Boote.

„Für Sebastian wird es sehr interessant“, verspricht Heimtrainer und Vater Jürgen Schubert. „Es ist noch alles drin – so wie es in einem Finale sein sollte.“ Aktuell liegt der 28-Jährige in der Gesamtwertung auf Rang fünf, kann sich mit nur vier Zählern Rückstand auf den Drittplatzierten Dariusz Popiela (Polen) aber noch berechtigte Hoffnungen auf einen Podiumsplatz machen. 

Zumal vor den Toren der Hauptstadt Ljubljana die doppelte Punktzahl vergeben wird. Der Sieger etwa streicht 120 statt 60 Punkte ein. „Auf der Tribüne geht nach jedem Lauf das große Gerechne los“, erzählt Trainer Schubert, der seinen Sohn vor Ort unterstützen wird. 

Künstliche Strecke ist anspruchsvoll

Die Strecke in Tacen ist künstlich angelegt worden und gehört zu den schwierigsten auf der Welt. Peter Kauzer, der Silbenmedaillengewinner von Rio, geht erneut als großer Favorit ins Rennen. Außerdem zählen wie üblich die einheimischen Kanuten zu den Anwärtern auf vordere Platzierungen. 

Für Sebastian Schubert endet die Saison mit dem Auftritt in Slowenien. Die Deutschen Meisterschaften in Hohenlimburg lässt er aus, weil in diesem Zeitraum seine Tochter auf die Welt kommen soll. 

"Atmosphäre wie beim Fußball"

Schornberg hält als zweite Kanu-Ring-Starterin die Hammer Flagge hoch. Nachdem sie in Prag bereits in der Vorschlussrunde ausschied, hat die 30-Jährige nur noch Außenseiterchancen im Hinblick auf die ersten drei Plätze. Sie liegten 70 Zähler hinter ihrer Teamkollegin und der Gesamtführenden Ricarda Funk. 

Die Konkurrenz müsste patzen, um Schornberg einen großen Sprung zu ermöglichen. Freuen kann sie sich in jedem Fall auf die außergewöhnliche Stimmung in Tacen. „Es kommen bis zu 8000 Zuschauer, die eine Atmosphäre wie beim Fußball erzeugen“, so Jürgen Schubert.

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