Nachfolge von Daniel Galonska

Ralf Hoja wird neuer Trainer der Hammer Eisbären

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Wird neuer Eisbären-Trainer: Ralf Hoja.

Hamm - Nur zwei Tage nach der einvernehmlichen Vertragsauflösung mit Trainer Daniel Galonska hat Eishockey-Regionalligist Hammer Eisbären einen Nachfolger gefunden.

Dabei haben die Verantwortlichen von Lippe Hockey Hamm mit dem 55-jährigen Rechtsanwalt Ralf Hoja aus Halver einen überaus erfahrenen Coach für die kommende Saison verpflichtet.

Galonska wird in den nächsten Tagen einen Vertrag im Nachwuchsbereich eines DEL-Klubs unterschreiben. Den Namen des Vereins will er erst dann nennen, wenn die Tinte unter dem Kontrakt trocken ist. Doch die Chance, in Zukunft allein vom Eishockey leben zu können, wollte sich Galonska nicht nehmen lassen. Deshalb hatte er die Eisbären trotz der festen Zusage für die kommende Saison um die Freigabe gebeten.

Mit Hoja haben die Hammer äußerst schnell einen Nachfolger präsentiert. Der Sauerländer war zuletzt als Landestrainer im Landes-Eissport-Verband NRW aktiv, betreute zuvor verschiedene deutsche Eishockey-National-Mannschaften im Nachwuchsbereich und coachte auch die U18 des Krefelder EV in der Deutschen Nachwuchs-Liga. Selbst aktiv war Hoja in der 2. Bundesliga bei Westfalen Dortmund, in Duisburg und Essen, trug in der Bundesliga die Trikots des Iserlohner SC und des Berliner Schlittschuh-Clubs. Der ehemalige U20-Nationalspieler war übrigens schon einmal für ein paar Tage Trainer der Hammer Eisbären, allerdings nur auf dem Papier. Vor zwei Jahren hatte die Kenston-Unternehmensgruppe aus Köln, die groß bei den Eisbären einsteigen wollten, den Rechtsanwalt als Coach und Sportlichen Leiter in Hamm vorgestellt. Doch nur kurz darauf zog sich Kenston wieder zurück, weil die Verhandlungen mit der Stadt Hamm wegen der angestrebten Übernahme der Eishalle scheiterten.

Schnell einig geworden

„Der Kontakt zu Ralf ist aber nie abgerissen“, bestätigte der 2. LHH-Vorsitzende, Jan Koch. „Wir hatten stets ein gutes Verhältnis. Die Gespräche über sein Trainer-Engagement verliefen unkompliziert. Wir sind uns schnell einig geworden“, erklärte Koch. Hoja selbst befindet sich derzeit im Urlaub in Südtirol, wird erst Ende der Woche nach Hamm kommen. „Hoja hat neben seinen hervorragenden Qualitäten als Trainer exzellente Kontakte im Eishockey-Nachwuchsbereich, wovon wir als Verein nur profitieren können“, sagte Koch. „Wir sind froh, schnell einen Trainer dieser Qualität gefunden zu haben und sehen der kommenden Saison daher optimistisch entgegen.“

Zumal auch der Kader der Regionalliga-Mannschaft weiter Konturen annimmt. Stürmer Dustin Demuth und Verteidiger Mike Ortwein verlängern ihre Verträge um eine weitere Saison. Beide gehen somit in ihre dritte Saison in der Lippestadt.

Inzwischen ist auch klar, dass der EHC Neuwied als zwölfte Mannschaft in der der Regionalliga West antreten wird. Völlig überraschend mussten die Rheinland-Pfälzer nach der vergangenen Saison in der Oberliga Nord Insolvenz anmelden. Auf Wunsch des Herforder EV starten die Eisbären zwei Tage eher als geplant in die Saison. Statt am 2. Oktober gastieren die Hammer nun am Freitag, 30. 9., um 20.30 Uhr in Herford.

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