Aus im Kreispokal: Solo in letzter Minute schockt die HSV

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Hamms Djaniny Cleitson Dos Santos Tavares (rechts), der überraschend als Linksverteidiger auflief, im Duell mit Holzwickedes Lukas Abufaiad Mertens.

Holzwickede - Fußball-Oberligist Hammer SpVg ist im Achtelfinale des Kreispokals gegen den Holzwickeder SC ausgeschieden. Trainer Sven Hozjak ging bei der 1:2-Niederlage hohes Risiko und überraschte mit der Besetzung einiger Positionen. 

Die Sitzplatzreservierungen im Montanhydraulik-Stadion von Holzwickede erinnerten noch an die Partie der BVB-Junioren gegen den Nachwuchs von Real Madrid, Oberligist Hammer SpVg versprühte im Achtelfinale des Kreispokals gegen den Holzwickeder SC aber nur selten fußballerischen Glanz und kassierte in letzter Minute eine verdiente 1:2 (1:0)-Niederlage.

„Nach den vielen personellen Wechseln war klar, dass es schwierig werden würde. Ich habe dieses Risiko mit ins Spiel genommen“, sagte Trainer Sven Hozjak nach dem Spiel gegen den Westfalenligisten. Der HSV-Coach hatte seine Formation im Vergleich zum letzten Oberliga-Spiel gegen den FC Brünninghausen (2:0) mächtig durchgewirbelt. 

Nur Dieckmann und Frank bleiben in Startelf

Neun Änderungen nahm Hozjak vor, nur Felix Frank als Innenverteidiger und Manuel Dieckmann, der mit Danijel Gataric die Doppelsechs bildete, verblieben in der ersten Elf. Offensivmann Djaniny Cleitson Dos Santos Tavares kam auf ungewohnter Position links in der Viererkette zum Zug.

Yannis Schwarze eröffnete das Geschehen für die Hausherren, als er aus 20 Metern knapp über das Tor des Oberligisten, das erstmals in dieser Saison Philipp Sandhowe hütete, schoss (7.). Fast im Gegenzug stellte David Loheider auf 1:0 für die Gäste (8.). Yüksel Terziciks Zuspiel von der linken Seite drückte der HSV-Stürmer aus fünf Metern über die Linie.

Sandhowes Patzer bleibt unbestraft

In der Folge kontrollierte Hozjaks Team die Partie über weite Strecken, ohne aber einen Klassenunterschied deutlich zu machen – auch weil Holzwickede defensiv kompakt stand.

Der HSC von Trainer Axel Schmeing kam druckvoll aus der Kabine. Hamms Torwart Sandhowe vertändelte den Ball im Dribbling gegen Mike Hibbeln, den Abpraller hob Holzwickedes Schwarze an den Querbalken (50.). Fast hätte Loheider die Hoffnungen des HSC im Keim erstickt, doch der HSV-Angreifer stand bei seinem Abstauber im Abseits (52.).

Solo-Lauf sorgt für späte Entscheidung

Holzwickede wurde immer stärker, Mirco Gohr belohnte seine Mannschaft nach einer guten Stunde dafür, als er frei vor Sandhowe zum 1:1 einschob. Ein echtes Aufbäumen des Oberligisten war nicht auszumachen, viel mehr drückte der HSC weiter aufs Tempo, doch Sebastian Hahne (68.) und Lukas Abufaiad Mertens (75.) verzogen.

Als sich die Zuschauer – und offenbar auch die HSV – schon auf die Verlängerung eingestellt hatten, zog Sebastian Hahne an der Mittellinie noch einmal das Tempo an und versenkte das Leder nach seinem Sololauf gefühlvoll im linken Eck (90.). „Das Ausscheiden ist vor allem für das Gefühl ärgerlich, aber kein Beinbruch“, wertete Hozjak. „Die Liga hat Priorität.“

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