Rhynern trotzt Regionalligist Kassel achtbares 0:0 ab

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Michael Wiese kam hier im Kasseler Strafraum etwas zu spät an den Ball.

Hamm - Einen Tag nach dem 6:0 (4:0)-Pokalsieg beim B-Kreisligisten BR Billmerich in der ersten Pokalrunde auf Kreisebene setzte Fußball-Oberligist SV Westfalia Rhynern am Sonntag im Testspiel gegen den Regionalligisten Hessen Kassel ein Ausrufezeichen. Die Mannschaft von Trainer Björn Mehnert trotzte dem Favoriten ein beachtliches 0:0 ab, agierte dabei vor 100 Zuschauern am Papenloh über weite Strecken auf Augenhöhe.

„Das war vor allem in der ersten Halbzeit ein richtig guter Test. Wir sind schon wieder einen Schritt weiter als vor einer Woche beim 0:1 gegen Wiedenbrück“, meinte der Coach. Auch beim ostwestfälischen Regionalligisten hatte sich die Westfalia schon gut verkauft.

Die Pokalaufgabe in Billmerich am Samstag war dagegen nur eine Pflichtübung. „Das war nicht mehr als eine Trainingseinheit“, berichtete Mehnert, der sich immerhin über die Treffer von Wonhee Ryu (12. und 16.), Jan Kleine (40.), Jonas Michler (44.) und Marius Michler (56. und 69.) freuen durfte. „Am Ende hätten es mehr Tore sein können, doch ich war auch so zufrieden“, betonte der Trainer. Der dosierte am Wochenende in beiden Begegnungen die Einsatzzeiten. Die in Billmerich gespielt hatten, saßen gegen Kassel zunächst auf der Bank.

Bis auf wenige Positionen dürfte die Startformation gegen den Regionalligisten wohl schon so ausgesehen haben, wie sie sich Mehnert für den Saisonbeginn in zwei Wochen vorstellt. Der Oberligist spielte gegen die Nordhessen frech mit, ein Klassenunterschied war während der ersten Halbzeit nicht zu erkennen. „Das war spielerisch schon sehr gut“, meinte auch Mehnert. „Kassel war vielleicht nur körperlich etwas robuster.“ Dennoch besaß Rhynern nach sechs Minuten die erste große Chance im Test, als Mathieu Bengsch nach einer Rechtsflanke von Lennard Kleine mit einer Direktabnahme scheiterte. Danach gab es einen offenen Schlagabtausch, in dem beide Mannschaften die Offensive suchten. „Defensiv haben wir sehr gut gestanden“, lobte Mehnert die Abwehrarbeit seiner Mannschaft, die nach 28 Minuten die erste Chance für Kassel zuließ. Sergej Evljuskin traf mit einem Kopfball nur den rechten Pfosten (28.). Kurz darauf hatte Michael Wiese nach einem Konter und dem klugen Pass von Lennard Kleine freie Bahn, doch er scheiterte aus etwas spitzem Winkel an Kassels Schlussmann Niklas Hartmann. Auf der Gegenseite wurde Rhynerns Keeeper Alexander Hahnemann nur noch von Nicolai Lorenzoni geprüft.

Die zweite Hälfte verlief längst nicht mehr so ansehnlich wie der erste Durchgang, was nicht nur am einsetzenden Dauerregen, sonden vor allem auch an den zahlreichen Auswechselungen lag. So war der Spielfluss auf beiden Seiten unterbrochen, für die Gastgeber besaß lediglich Kleine noch eine gute Chance (62.). Auf der anderen Seite boxte der für Hahnemann eingewechselte Maximilian Eul einen Schuss von Sergej Schmik aus dem linken Tordreieck (48.). „Das 0:0 war am Ende ein gerechtes Ergebnis. Das hat sich die Mannschaft verdient“, resümierte Westfalia-Coach Mehnert.

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