Die Hammer SpVg gewinnt mit 4:1 gegen den FC Gütersloh

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Damir Ivancicevic (links) erzielte das zwischenzeitliche 3:0 für die Hammer SpVg.

Hamm – Die Hammer SpVg hat einen Start nach Maß in die Oberliga-Saison 2016/17 hingelegt. Gegen den FC Gütersloh siegte die Mannschaft von Trainer Sven Hozjak mit 4:1 (2:0), wurde dabei vom Gegner allerdings kräftig beim Toreschießen unterstützt, sodass der Erfolg unter dem Strich zu hoch ausgefallen ist.

Immer wieder ging Hozjak während der 90 Minuten vor 610 Zuschauern in der Evora-Arena hektisch an der Seitenlinie auf und ab. Haderte mit seinem Team und gab lautstarke Anweisungen. Nein, zufrieden wirkte der Coach mit der Vorstellung seiner Mannschaft noch nicht. „Wir freuen uns erstmal über die drei Punkte. Man sieht, auf welchem Weg wir sind, aber auch, dass der noch lang ist und holprig wird“, wusste Hozjak den Sieg richtig einzuschätzen, ärgerte sich aber über die etwas ungeordnete Anfangsphase seines Teams:

„In den ersten 20 Minuten hat man uns die Nervosität ordentlich angemerkt. Wir hatten große Probleme klare Bälle zu spielen und haben gerade im Zentrum Fehler gemacht. So haben wir Gütersloh immer wieder zu Kontern eingeladen.“

Die Gäste hatten ebenso wie die Hammer einen gewaltigen Umbruch zu bewältigen, wirkten in den ersten Minuten allerdings eingespielter und kamen insbesondere durch ruhende Bälle gefährlich vor das Tor von HSV-Schlussmann Philip Faderl. Nach einem Freistoß von Saban Kaptan stand Charalampos Chantzopoulos frei im Strafraum. Faderl machte sich ganz lang und lenkte den Ball noch um den Pfosten (10.).

„Der FCG war bei Standards brutal gefährlich. Gerade für die erste Halbzeit muss ich Philip Faderl ein dickes Lob aussprechen, der uns mehrfach im Spiel gehalten hat“, bedankte sich Hozjak bei seinem Keeper, der den Vorzug vor Philipp Sandhowe erhalten hatte.

FC-Torhüter Berkay Yilmaz hingegen wirkte alles andere als Sattelfest. Einen Distanzschuss von Mike Pihl ließ er unbedrängt nach vorne abprallen. HSV-Kapitän Felix Fuchs staubte ab, doch weil er zuvor im Abseits gestanden hatte, blieb es beim 0:0 (14.). Auf der Gegenseite traf Sinan Aygün nach einem Konter nur das Lattenkreuz (22.).

Durch einen weiteren Torwartfehler gingen die Gastgeber schließlich in Führung. Bei einer Flanke von Dennis Mooy packte Yilmaz nicht richtig zu und ließ den Ball genau vor die Füße von David Loheider fallen. Der bedankte sich für die Einladung aus vier Metern mit dem 1:0 und drehte zum Jubel mit der gesamten Ersatzbank ab (35.). Als die noch nicht wieder Platz genommen hatte, zappelte das Leder erneut im Netz. Loheider hatte in den Strafraum durchgesteckt, wo Pihl nicht angegriffen wurde und unbedrängt zum 2:0 einschieben durfte (37.).

Nach dem Seitenwechsel waren erneut die Gütersloher das etwas spritzigere Team, doch große Möglichkeiten erarbeitete sich das Mannschaft des früheren Bundesligaprofis Trainer Fatmir Vata nicht, zumal auch die HSV-Hintermannschaft nun solide ihren Dienst verrichtete.

Offensiv setzten die Hammer mit der Führung im Rücken auf hohe Bälle. „Aufgrund des Zustandes des Platzes mussten wir genauso wie der FCG viel mit langen Pässen operieren. Das ist allerdings nicht der Fußball, den wir uns vorstellen“, haderte Hozjak ein wenig mit den Bedingungen in der Evora-Arena. Gefährlich waren die Hausherren mit dem gezwungenen taktischen Mittel allerdings dennoch. Ein hoher Pass von Yigit fand Ivancicevic, doch der zögerte zu lange und auch Pihl suchte nicht schnell genug den Abschluss (60.). Fünf Minuten später machte es Ivancicevic dann besser und schoss platziert zum 3:0 ein, nachdem sich Loheider – wiederum nach einem langen Ball – stark auf links durchgesetzt hatte.

„Hinten raus hätte ich mir dann gewünscht, dass wir ein bisschen mehr Coolness bewahren. So wird es durch das 1:3 nochmal ein bisschen heiß“, ärgerte sich Hozjak über das unnötige Gegentor durch Lars Schröder, der in der 77. Minute eine gelungene Kombination vollendete. Letztlich wurde es allerdings nicht mehr spannend, weil die HSV hinten nichts mehr anbrennen ließ und Pihl in der Nachspielzeit vorne mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt setzte. Der Neuzugang von Roland Beckum überwand Yilmaz in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einem schönen Schlenzer, der indes ebenfalls nicht unhaltbar war.

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