Nur noch zwei direkte Aufsteiger in die Bundesliga

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Als Präsidiumsmitglied bei der Ligentagung der Handball-Bundesliga in Düsseldorf: ASV-Geschäftsführer Franz Dressel.

DÜSSELDORF - Keine Mehrheit für eine Aufstockung der Mannschaftsstärke, die Rückkehr zur Relegation und das Torverhältnis – es gab interessante Themen im Rahmen der Ligentagung der Handball Bundesliga (HBL) aufzuarbeiten. Mit dabei waren vom ASV Hamm-Westfalen Franz Dressel (Bild) als Vize-Präsident 2. Liga, sowie Sonja Nettebrock, Leiterin Spieltechnik, und ihr Vorgänger im Amt, Jürgen Heusner.

Im Hilton Hotel in Düsseldorf tagten die Vertreter der 38 Bundesligisten. Die wichtigste Entscheidung betraf die Auf- und Abstiegsregelung der Bundesligen. Hier wird es ab der übernächsten Saison (2017/18) nur noch zwei direkte Auf- und zwei Absteiger aus der 2. Liga geben. Der drittplatzierte Zweitligist wird eine Relegation gegen den Drittletzten der 1. Liga um einen weiteren Platz im Oberhaus bestreiten. „Die veränderte Aufstiegsregelung wird sicher kommen“, sagt Dressel mit dem Verweis auf einen Termin des HBL-Präsidiums im September mit dem Deutschen Handball Bund (DHB), an dem ein neuer Grundlagenvertrag beschlossen werden soll. „Über alles andere muss dann im September verhandelt werden.“ Allerdings ist sich der ASV-Geschäftsführer sicher, dass auch die neue Abstiegsregelung in Kraft treten wird. „Das macht absolut Sinn“, sagt er. „Denn es war in der Vergangenheit ja so, dass die meisten Aufsteiger in der Regel wieder zurückgekehrt sind und sich danach wirtschaftlich über Jahre erholen mussten oder ganz verschwunden sind. Aber auch die hohe jährliche Fluktuation in der 2. Liga gilt es abzuwenden.“

Weitere Beschlüsse:

- Es bleibt bei 20 Mannschaften in der 2. Liga. Eine Reduzierung lehnten die Vereinsvertreter – vor allem aus wirtschaftlichen Gründen – ab. Auch der Antrag des VfL Bad Schwartau auf Wiedereinführung der zweigleisigen 2. Liga wurde abgelehnt.

- Für die Präsidiums-Mitglieder Christian Fitzek (HSV Hamburg) und Björn Barthel (TSV Dormagen) wurden Dieter Koopmann (Wilhelmshavener HV) und Richard Jungmann (HG Saarlouis) in das HBL-Präsidium gewählt.

- Bei Punktgleichheit wird auch in Zukunft nicht der direkte Vergleich sondern das Torverhältnis ausschlaggebend für die jeweilige Platzierung der Mannschaften sein.

- Die Regelung zur Verbesserung des negativen Eigenkapitals der Vereine, die zum 30. Juni ausgelaufen ist, wird um fünf Jahre verlängert. Diese besagt, dass jeder Verein mindestens zehn Prozent seiner Schulden pro Saison abbauen muss. Vereine, die dies nicht schaffen, erhalten im ersten und zweiten Jahr eine Geldstrafe und im dritten einen Abzug von vier Punkten. Wer mehr als zehn Prozent in einer Saison abbaut, kann den Überschuss im Folgejahr anrechnen lassen.

- Die Größe der Kader an den Spieltagen bleibt unverändert bei 14 einsetzbaren Akteuren. Eine Aufstockung auf 16 in einem Spiel wurde abgelehnt.

- Die HBL hält am beschlossenen Reisekostenausgleich für Vereine, die geographisch ungünstig liegen, fest.

Als positiv empfand Dressel auch die Tatsache, dass die Schiedsrichter am Wochenende zur Auslegung der neuen Regeln tagen und in der kommenden Woche die Ergebnisse in den Vereinen kommunizieren wollen. „Dann“, so der ASV-Geschäftsführer, „weiß jeder, wie er dran ist.“

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