Kein Ausweichplatz - kein Heimrechttausch - kein Fußball

Stadion gesperrt: HSV-Spiel in Bielefeld kurzfristig abgesagt

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Trikots und Leibchen bleiben am Sonntag im Koffer, denn das Spiel der HSV-Elf fällt aus.

Hamm – Das Meisterschaftsspiel des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg bei der Zweitliga-Reserve des DSC Arminia Bielefeld fällt aus. Das bestätigte am Freitag David Odonkor, der Sportliche Leiter der HSV. „Die Stadt Bielefeld erneuert im Stadion Rußheide die Tartanbahn“, sagte er. „Deshalb kann kein Greenkeeper den hoch gewachsenen Rasen mähen und deshalb können wir nicht spielen.“

Mitte der Woche ereilte die HSV-Verantwortlichen die Information, dass die Heimspielstätte der Bielefelder U 23 nicht bespielbar ist. Daraufhin hatte Odonkor sofort Kontakt mit dem Arminentrainer Daniel Scherning aufgenommen. „Wir kennen uns gut und haben lange telefoniert“, erklärt der Sportliche Leiter. „Daniel hätte gerne gegen uns gespielt. Auch er ist mit der Entscheidung der Stadt nicht glücklich. Aber der Verein kann nichts machen, wenn der Platz gesperrt ist.“

HSV-Trainer Sven Hozjak zeigte sich von der Entwicklung überrascht. „Die Thematik, dass das Stadion umgebaut wird, war ja schon länger bekannt“, sagt er. „Mich wundert, dass es keine Ausweichmöglichkeit gibt. Wir hätten auf Kunstrasen ausweichen können oder in die Schüco-Arena. Auch ein Tausch des Heimrechts wäre für mich denkbar gewesen. Aber alle denkbaren Alternativen sind von Bielefelder Seite abgeschmettert worden.“ 

Dass die Partie kurzfristig am späten Freitagvormittag vom Spielplan gekippt worden ist, findet Hozjak komisch und schade zugleich. „Ich weiß nicht, ob es so eine Absage am zweiten Spieltag schon einmal gegeben hat“, erklärt er. „Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern. Wir hätten gerne gespielt. Nach dem Sieg über Gütersloh wollten wir natürlich gerne nachlegen.“

Wann die Partie nachgeholt werden soll, steht noch nicht fest. Aber da die Wochenenden alle verplant sind, rechnet der HSV-Coach mit einer Ansetzung des Nachholspiels unter der Woche. „Das wäre für uns keine gute Lösung“, gibt Hozjak zu bedenken. „Bei uns sind alle berufstätig, während die Bielefelder unter professionellen Bedingungen trainieren. Da wären wir dann im Nachteil.“

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