"Medaillen-Pflaster": Stahl und Hengst überzeugen bei EM

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Das Junioren-Team mit Lukas Stahl, Noah Hegge, Thomas Strauß (von links) holte in Solkan Gold.

Solkan - Eine Gold- und eine Bronzemedaille nehmen die Kanu-Ring-Athleten Lukas Stahl und Stefan Hengst mit auf die Rückreise. Die Schützlinge von Trainer Jürgen Schubert überzeugten bei der Kanuslalom-Europameisterschaft der U 23 und Junioren im slowenischen Solkan – abgesehen von einem kleinen Wermutstropfen.

Stefan Hengst belegte im Finale der Altersklasse U 23 letzlich den dritten Platz. Zuvor musste er allerdings lange um das Edelmetall zittern. Da Hengst im Halbfinale durch eine Torberührung nur auf Rang zwölf gelandet war, ging er im Finale der besten 15 Starter am Samstagnachmittag schon früh auf den Kurs. 

Nach Überwinden der 22 Tore stand für Hengst zunächst der zweite Platz zu Buche. Aber schon der folgende Starter legte eine bessere Zeit hin und verdrängte den Hammer auf den Bronzerang. Alle weiteren Kanuten – selbst der slowakische Olympiafünfte Jakub Grigar – bissen sich an der Hengst-Zeit von 94,73 Sekunden die Zähne aus. Nur Sieger Andrej Malek (Slowakei) und der Franzose Clement Travert fuhren schneller. 

Vier Fahrer innerhalb von einer Sekunde

Stefan Hengst

„Es war enorm spannend. Vier Fahrer lagen innerhalb von einer Sekunde, aber Stefan hatte die beste Zahl hinter dem Komma“, sagte Schubert erleichtert. Im Vergleich zum Halbfinale verbesserte sich der Kanu-Ring-Athlet um eine Sekunde und blieb vor allem ohne Torstabberührung. 

„Das war der Garant für die Medaille. Die anderen Fahrer mussten ein höheres Risiko eingehen“, erklärte der Trainer. „Wir hatten Glück. Das war dieses Jahr schon mehrmals anders.“ 

Nach WM-Silber folgt EM-Gold

Lukas Stahl krönte sich in Slowenien zum Junioren-Europameister. Im Team-Wettbewerb ließ er gemeinsam mit Noah Heppe und Thomas Strauß sämtliche Konkurrenten hinter sich. Die deutsche Mannschaft distanzierte dabei Spanien sowie Italien auf die Plätze zwei und drei. Nach der Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft im Juli bestätigte das Trio die starken Leistungen. 

„Solkan ist ein Medaillen-Pflaster für die Hammer. Wir haben hier in der Vergangenheit schon viel Edelmetall gewonnen, und die nächste Generation führt das jetzt fort“, meinte Schubert stolz. „Die Strecke scheint uns gut zu liegen.“

Halbfinal-Aus im Einzel

Einziger Schönheitsfehler des Wettkampf-Wochenendes war Stahls Ausscheiden im Einzelwettbewerb. Der Hammer leistete sich im Halbfinale vier Strafpunkte und belegte nur den 18. Platz. 

„Wenn man zweimal das Tor berührt, kann man so schnell fahren wie man will, aber es wird nicht reichen“, erklärte der Trainer. In der Endabrechnung fehlten Stahl knapp vier Hundertstel Sekunden für das Final-Ticket.

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