Zwei Hammer beim Finale der Handball-EM

Mit der ASV-Fahne beim EM-Finale in Krakau: Markus Landowski (links) und Ralf Marohn.
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Mit der ASV-Fahne beim EM-Finale in Krakau: Markus Landowski (links) und Ralf Marohn.

Hamm - Markus Landowski hatte es als Erster gewusst. Schon im Sommer besorgte sich der Rechtsaußen der SG Handball Hamm VI zwei Tickets für das Finale bei der Handball-EM in Krakau.

Eins für sich – das andere bekam sein Freund Ralf Marohn, mit dem er während des Endspiels werbewirksam eine ASV-Hamm-Fahne vor den TV Kameras schwenkte, zum 50. Geburtstag geschenkt. „Ich habe immer geglaubt, dass Deutschland Europameister wird“, sagt Landowski, der von dem dreitägigen Trip in sein Geburtsland – er wurde in Tczew bei Danzig geboren – restlos begeistert war. „Ein Endspiel gegen Polen wäre geil gewesen. Aber dann hätte ich ein Problem gehabt, weil ich nicht gewusst hätte, zu wem ich halten soll, auch wenn ich schon seit 30 Jahren in Deutschland wohne.“

Drei Tage blieben die beiden Handballverrückten in Krakau – und schon am Abend vor dem Finale lernten sie den verletzten DHB-Akteur Steffen Weinhold und Polens Trainer Michael Biegler beim Essen kennen. „Wir haben gequatscht, und nach dem Finale hat der Weinhold uns sofort erkannt, kam auf uns zugestürmt. ist uns in die Arme gefallen und hat uns zu Boden gerissen – das vergisst man nicht“, sagt Landowski, der selbst zur TV-Figur wurde. „Ich habe einen Deal mit dem Kameramann gemacht, dass er mit dem Objektiv auf uns draufgehen soll – und dann hat er uns vorher immer ein Zeichen gegeben, dass wir hüpfen sollen...“

300 Nachrichten hat der 49-Jährige seitdem aus der Heimat bekommen, „soviel, wie sonst in drei Monaten nicht“, grinst er. Und auch Marohn war restlos begeistert von dem unverhofften Polen-Trip: „Das war unglaublich“, sagt er und hat das nächste Ziel bereits im Visier. „Jetzt planen wir für Rio.“

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