VfL Mark will Aufstieg in die Bezirksliga perfekt machen

+
Erneut ausgelassen feiern will der VfL – so wie Anfang Mai, als die Meisterschaft in der Kreisliga geschafft wurde.

Hamm -  Thorsten Heinze hat in seiner langen Karriere schon einiges erlebt. Unter anderem ist er im Trikot der Hammer SpVg schon vor über 2000 Zuschauern im Ortsderby gegen den SV Westfalia Rhynern aufgelaufen. Doch das, was den Spielertrainer des VfL Mark Mittwoch Abend ab 18.30 Uhr erwartet, bereitet ihm trotzdem ein wenig Magengrummeln. „Je näher die Partie rückt, umso nervöser werde ich wohl“, meint Heinze, der mit seiner Mannschaft im Nordbergstadion in Bergkamen gegen den Holzwickeder SC II um den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga kämpft.

Während der Gewinner der Partie der beiden Meister der Kreisligen A1 und 2 auf direktem Weg in die Bezirksliga durchstarten darf, bekommt der Verlierer eine zweite Chance – und zwar gegen den Sieger der am Donnerstag auf dem Programm stehenden Begegnung zwischen den Zweitplatzierten der Dortmunder A-Kreisligen, Rot-Weiß Barop und Phönix Eving. „Wir wollen es aber sofort im ersten Versuch schaffen“, stellt Heinze klar. „Es werden sicher harte 90 oder 120 Minuten. Aber wir sind bereit und heiß.“ Die Marker hatten sogar am Montagabend extra noch ein Zusatztraining angesetzt, um gewappnet zu sein.

Die Bilanz beider Teams verspricht jedenfalls eine spannende Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Mit 132:41 Toren und 80 Punkten hat die HSC-Reserve ihre Liga fast genauso dominiert wie der VfL, der nach Abschluss der Serie 23 Zähler Vorsprung auf Verfolger SpVg Bönen hatte. Entsprechend beeindruckt zeigte sich auch Holzwickedes Trainer Christian Müseler über die Marker, der er genauestens unter die Lupe genommen hatte. „Das ist ein außergewöhnlich starker Gegner“, sagte der Coach angesichts der Tatsache, dass das Heinze-Team im gesamten Saisonverlauf nur eine Niederlage kassiert hatte und lediglich 14 Gegentreffer hinnehmen musste.

Daher will der VfL-Coach auch in diesen wichtigen Partie nicht von der gewohnten Spielweise abrücken, sondern setzt auch gegen Holzwickedes Reserve auf vollen Angriff. „Wir werden an unserem System festhalten und auf Sieg spielen“, betont Heinze. „Wir werden uns jedenfalls nicht verstecken oder abwartend agieren, sondern versuchen, der Begegnung unseren Stempel aufzudrücken.“ Noch nicht festgelegt hat sich der Coach allerdings, welche Akteure zum Einsatz kommen. Bis auf die beiden langzeitverletzten Kevin Schulzki und Marius Eckert steht ihm der komplette Kader zur Verfügung, er halt also die Qual der Wahl. „Es hätten alle Spieler verdient, von Anfang an aufzulaufen. Einige Jungs sind sicher gesetzt, aber über ein paar Positionen werde ich mir am Mittwoch in meiner Mittagspause meine Gedanken machen“, sagt Heinze, der übrigens mit einer großen Kulisse rechnet und erwartet, dass mehr Zuschauer die Partie verfolgen als vor einem Jahr, als der SVE Heessen um den Aufstieg in die Bezirksliga kämpfte. „Ich denke, wird werden an der 2000er Marke kratzen“, sagt er. So hat der VfL sogar einen Fanbus gechartert, mit dem 50 Anhänger anreisen und das Team unterstützen. Angesichts der großen Resonanz will Heinze sogar extra noch einmal mit seinen Akteuren reden und sie auf den für Amateurverhältnisse großen Zuschauerandrang vorbereiten: „So etwas kann lähmen oder beflügeln. Daher werde ich das ansprechen, damit wir das ausblenden und uns konzentrieren.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare