Lohauserholz stürzt Westfalia Soest von der Spitze

Soest -  Für Klaus Fischer war es schon zur Pause absehbar: „Gegen Lohauserholz haben wir schon seit Jahren nicht mehr gewonnen“, wusste das Soester Urgestein aus seiner Statistik. Er sollte mit seiner Voraussage beim Stand von 1:2 aus Sicht des SV Westfalia gegen den TuS Germania Lohauserholz Recht behalten. Am Ende setzte es eine 1:3-Niederlage für den Gastgeber. „Das war eine gute Antwort auf das TSC-Spiel“, freute sich TuS-Coach Michael Scheffler, dessen Mannschaft vor Wochenfrist das Derby mit 1:4 verloren hatte.

Die Partie ging für den Gast perfekt los. Die SVW-Abwehr war in der zweiten Minute noch desorientiert, so dass Serkan Adas nach einem Freistoß frei zum Schuss kam. „Das war nach unseren Hiobsbotschaften zuletzt natürlich der optimale Start“, dachte Scheffler auch an die Verletzungen von Daniel Riemer (Außenmeniskus und Kreuzband) sowie Lukas Hulboj (Schambeinentzündung).

Soest kam allerdings bei strömendem Regen immer besser ins Spiel und durch einen Volleyschuss von Maxi Brenk zum Ausgleich (23.). „Wir haben zu wenig investiert und folgerichtig das Tor kassiert“, sagte Scheffer, der Schlimmstes befürchtete. Doch seine Mannschaft fand im Gegensatz zum TSC-Spiel sofort wieder Zugriff, bekam die erneute Führung nur fünf Minuten später allerdings auch geschenkt. Einen kapitalen Fehlpass von Daniel Kimmel nutzte Kevin Hillebrand zum 2:1.

Ein Gleichstand zur Pause wäre dennoch möglich und auch verdient gewesen. Doch bei aller spielerischen Dominanz vergaßen die Bördestädter das Toreschießen. So hämmerte Lukas Brenk das Leder per Direktabnahme drüber (39.) und scheiterte aus kurzer Distanz mehrfach an den Beinen eines auf der Linie stehenden Abwehrspielers (45.). „Da haben wir Riesenmassel gehabt“, wusste Scheffler.

Nach der Pause war Soest zwar spielbestimmend, ohne aber große Chancen zu kreieren. Hölzken hatte die Partie im Griff – und profitierte in der 58. Minute erneut von einem Westfalia-Fehler: Henning Kastilan köpfte unbedrängt ein. „Wir haben Gastgeschenke verteilt, waren nicht auf der Höhe“, ärgerte sich SVW-Trainer Christian Klotz über die entscheidenden Fehler. - dw/bob

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