SKG-Keeper Timo Tegethoff Nachrücker

Karschau-Brüder für EM in Portugal nominiert

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Kevin (links) und Lucas (rechts) Karschau sind fest für die EM eingeplant, Timo Tegethoff wurde als Nachrücker nominiert.

Hamm - Mit zwei Spielern des Rollhockey-Bundesligisten SK Germania Herringen fährt die deutsche Nationalmannschaft zur Europameisterschaft ins portugiesische Oliveira de Azemeis (11.-16. Juli). Während Lucas und Kevin Karschau „alte Hasen“ in Sachen EM sind und fest zum Kader gehören, ist SKG-Keeper Timo Tegethoff als Nachrücker nominiert worden.

„Kevin und ich hatten hatten natürlich beide gehofft und es auch ein bisschen erwartet, dass wir dabei sind. Aber jetzt freuen uns wir uns, dass wir für Deutschland spielen können“, sagt Lucas Karschau.

Bundestrainer Marc Berenbeck redet nicht lange um den heißen Brei herum, wenn er auf die Ziele der von ihm verantworteten Rollhockey-Nationalmannschaft bei der EM gefragt wird: „Halbfinale!“ Alles andere wäre für den Bundestrainer, der mit der deutschen Auswahl in den zurückliegenden zwei Jahren jeweils Vierter bei Euro und WM wurde, „nur unnötige Tiefstapelei, denn wir wissen, was wir können“.

Die ersten Trainingseinheiten in der Iserlohner Hemberghalle liefen jedenfalls ganz nach den Vorstellungen des Trainers, die Stimmung im Kader ist bestens – und die sportliche Herausforderung in der Gruppe A durchaus machbar: Frankreich, Italien und England lauten die Aufgaben für das DRIV-Team, allesamt Gegner, die bei der WM vor einem Jahr hinter den deutschen Adlern platziert waren.

Dass es gleich gegen die ambitionierten Franzosen los geht (Montag 11. Juli, 15 Uhr Ortszeit/16 Uhr deutsche Zeit), sieht Berenbeck dennoch mit gemischten Gefühlen: „Es geht sofort um die Wurst, wir müssen zum Auftakt schon voll da sein.“ 

Immerhin ist es für ihn zumindest schon das entscheidende Spiel um den zweiten Gruppenplatz. Denn als Favoriten hat der Bundestrainer Titelverteidiger Italien in der deutschen Gruppe ausgemacht, auch wenn er fest daran glaubt, gegen die Azzurri erneut als Sieger vom Platz gehen zu können. 

„Das 7:6 im WM-Viertelfinale vor einem Jahr soll keine Eintagsfliege sein“, schielt Berenbeck ganz selbstbewusst auf den nicht unmöglichen Gruppensieg. Es wäre ein Meilenstein, denn dann ginge es im Viertelfinale aller Voraussicht nach gegen die Österreicher, die als krasser Außenseiter in der Gruppe B mit Spanien, Portugal und der Schweiz antreten. Der Weg zum Traumhalbfinale gegen die Gastgeber wäre damit geebnet.

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