Schornberg und Schubert scheiden vorzeitig aus

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Ärgert sich über seinen Fehler: Sebastian Schubert.

La Seu d'Urgell -  Sebastian Schubert hatte am Samstag beim Kanuslalom-Weltcup im Halbfinale im spanischen La Seu d’Urgell gerade die Ziellinie überquert, da hämmert er mit seiner Hand aus Frust mehrmals auf sein Boot.

„Ich bin da recht emotional und habe mich sehr über einen Fehler geärgert “, sagte der 27 Jahre alte Fahrer des Kanu-Rings Hamm – gab dann aber auch zu: „So etwas kommt nicht gut an.“ Daher sah er sich später dazu genötigt, ein paar klärende Worte für seinen kleiner Ausraster zu finden.

„Ich möchte mich hiermit öffentlich für die unsaubere Geste auf der Ziellinie in La Seu entschuldigen. Es war dumm und unüberlegt in einem emotionalen Moment. Es war gegen niemanden gerichtet, sondern galt nur mir“, schrieb er auf Facebook. „Ich entschuldige mich bei unserem Team, welches ich dadurch natürlich extrem schlecht repräsentiert habe, der ICF und den Organisatoren und verspreche, es wird nicht wieder vorkommen.“ 

Der Grund für seinen Ärger war das Tor zwölf gewesen. Dieses hatte er im ersten Versuch nicht passiert, benötigte einen zweiten Anlauf und verlor dadurch vier bis fünf Sekunden. „Das war ein Aufwärtstor. Da hat mich plötzlich das Wasser gegriffen“, erklärte er – und fügte hinzu: „Das war schade.“ Denn als er im Ziel ankam, hatte er auf Halbfinal-Sieger Lubos Hilgert (Tschechien) 5,07 Sekunden Rückstand und verpasste um 2,02 Sekunden Platz zehn, den er für die Teilnahme am Endlauf benötigt hätte. „Das Finale war natürlich greifbar, denn ich war schnell unterwegs. 

Hoffen auf mehr Glück beim nächsten Weltcup am kommenden Wochenende

Umso ärgerlicher war dieser Fehler an Tor zwölf“, sagte Schubert, der nun hofft, dass er am kommenden Wochenende beim nächsten Weltcup-Rennen im französischen Pau etwas mehr Glück auf seiner Seite hat. Den Gesamtweltcup, den er 2013 und 2014 jeweils gewonnen hat, hat er allerdings abgeschrieben. „Nach zwei mittelmäßigen Rennen ist da nicht mehr viel zu holen“, betonte er.

Ebenfalls nicht zufrieden mit ihrer Vorstellung war Jasmin Schornberg, dieals 13. auch im Halbfinale scheiterte – aber noch knapper als ihr Mannschaftskollege vom Kanu-Ring. Denn der gebürtigen Lippstädterinnen fehlten bei einem Rückstand von 6,67 Sekunden auf Halbfinal-Siegerin Ricarda Funk lediglich 0,12 Sekunden, um in den Endlauf der zehn besten Fahrerinnen zu kommen. „Mir ist leider auch ein Fahrfehler passiert. Und diese verlorene Zeit konnte ich nach unten raus nicht mehr aufholen. Das war ärgerlich“, meinte die 30-Jährige und hofft nun ebenso wie Schubert, dass sie sich in Pau besser und erfolgreicher präsentieren wird.

„Wir beide haben das Zeug, um ganz vorne mitzufahren. Daher ist es so frustrierend, wenn man chon im Halbfinale hängenbleibt und rausfliegt“, so Schornberg.

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