Jasmin Schornberg verpasst das Podest knapp

+
Vierte im italienischen Ivrea: Jasmin Schornberg.

Ivrea - Kein Podestplatz für die Slalom-Asse des Kanu-Rings Hamm: Beim Weltcup-Auftakt in Ivrea fuhr Jasmin Schornberg im Finale um etwas mehr als eine Sekunde am dritten Rang vorbei und wurde Vierte. Für ihren Vereinskollegen Sebastian Schubert war das Weltcup-Wochenende in den italienischen Alpen schon nach dem Halbfinale vorbei. Er verpasste als 15. den Einzug in den Endlauf der besten zehn Boote.

Auf dem Naturkanal im Stadio Della Canoa, der zum ersten Mal Station der Weltcup-Tour war, hätte es fast auch Schornberg vorzeitig erwischt. Die 30-Jährige qualifizierte sich nur als Zehnte und damit Letzte für den Endlauf. Viel Luft nach unten hatte sie nicht: Zwölf Hundertstelsekunden langsamer, und die gebürtige Lippstädterin wäre raus gewesen. Im Finale lief es besser für sie. Zwar leistete sie sich erneut eine Torstabberührung, doch drei ihrer neun Konkurrentinnen schlugen richtig zu: Die Tschechin Jana Dukatova, die Brasilianerin Ana Satila und die italienische Lokalmatadorin Stefanie Horn kassierten Torfehler (plus 50 Sekunden) und rutschten ans Ende des Klassements, das von Schornbergs Teamkollegin Ricarda Funk, die bereits das Halbfinale gewonnen hatte, angeführt wurde.

Den zweiten Platz holte sich die Australierin Jessica Fox, die neben Funk einzig weitere fehlerfreie Fahrerin im Finale. Rang drei ging an Österreichs Corinna Kuhnle, die Schornberg um 1,31 Sekunden distanzierte. Die Athletin des KR Hamm war mit ihrer Leistung zufrieden. „4. Platz beim ersten Weltcup in Ivrea... ein guter Einstieg in die Weltcupsaison“, postete sie kurz nach dem Rennen auf Facebook und bedankte sich bei Sebastian Schubert für das Coachen.

Für den 27-jährigen Heessener war es weniger gut gelaufen. Einen Tag nach seinem zweiten Platz in der Qualifikation schied er im Semifinale aus. Zum Verhängnis wurde ihm eine Stabberührung am aufwärts zu durchfahrenden Tor 12. Ohne sie wäre er Sechster geworden und hätte das Finale erreicht. Weil jedoch die besten elf Fahrer ohne Strafsekunde über die Ziellinie fuhren, musste sich Schubert mit dem 15. Platz begnügen. Im Finale, das mit einem italienischen Doppelsieg durch Giovanni de Gennaro und Daniele Molmenti endete, stand kein Deutscher.

Schubert kann es bereits am kommenden Wochenende besser machen. Dann steht für ihn sowie Schornberg das zweite Weltcup-Rennen im spanischen La Seu d’Urgell auf dem Programm.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare