Macke bleibt Kapitän des ASV Hamm-Westfalen - Interview

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Im Gespräch: ASV-Trainer Niels Pfannenschmidt (rechts) und sein Kapitän Jakob Macke.

Kalisz - In sein drittes Jahr als Kapitän geht Jakob Macke nun beim Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen. Im Rahmen des Trainingslagers in Kalisz bestimmte Trainer Niels Pfannenschmidt den 27-Jährigen jetzt als seinen Ansprechpartner. Anschließend äußerte sich der Abwehrchef über seine Rolle beim ASV und seine Erwartungen an die Saison.

Auch in der kommenden Saison vertraut Niels Pfannenschmidt Ihnen die Rolle als Kapitän an. Was ist das Besondere an dieser Aufgabe?

Jakob Macke: Sicherlich ist damit ein Vertrauen verbunden, das ich gerne auch in der neuen Saison rechtfertigen möchte. Es geht darum, noch stärker als ohnehin schon mit dem Trainerstab zu kommunizieren, als Schnittstelle zwischen Mannschaft und Trainer zu fungieren. Ansonsten sehe ich das aber nicht als Sonderstellung an. Diese Aufgabe übernehme ich zusammen mit dem Mannschaftsrat und die Kommunikation ist sowieso sehr offen bei uns.

Der ASV startet mit einer erneut verjüngten Mannschaft in die Saison. Schlüsselspieler und erfahrene Akteure wie Ondrej Zdrhala, Tomas Mrkva oder Stephan Just haben den Verein verlassen. Wird die Rolle des Kapitäns dadurch noch bedeutender?

Macke: Wir haben noch mehr junge Spieler im Kader, das stimmt. Dadurch wird es gerade zum Saisonstart noch etwas wichtiger, Verantwortung zu übernehmen. Aber das wird sich auch wieder geben, wenn die Führungsrollen neu vergeben sind. Es verändert sich da einiges innerhalb der Mannschaft.

Was verändert sich momentan konkret?

Macke: Ich bin zuversichtlich, dass jeder Spieler in den nächsten Wochen seine Rolle finden wird. Momentan ist das noch schwer vorherzusagen. Wir müssen erstmal eine Hierarchie finden. In der Rückrunde der vergangenen Saison hat uns die wegen der vielen Verletzungen vielleicht etwas gefehlt. Was man schon jetzt sagen kann: Durch die Neubesetzungen werden wir noch mehr als Mannschaft auftreten. Und wir werden dann als Kollektiv noch stärker sein.

Sie sind weiterhin auch der Abwehrchef des ASV. Welche Veränderungen erwarten Sie durch die Neuzugänge und durch die Regeländerungen?

Macke: Es sind nur Spieler verpflichtet worden, die uns auch in der Deckung helfen werden. Unser Umschaltspiel wird dadurch noch viel schneller. Ich bin überzeugt, dass unser Tempospiel dadurch eine noch größere Waffe wird. Wir können fast dauerhaft auf Spezialistenwechsel verzichten. Gerade hinsichtlich des siebten Feldspielers und der wegfallenden Leibchenregel ist das sehr interessant für uns. Das gibt uns insgesamt viel mehr Optionen.

Wie sieht Ihr persönliches Ziel aus, wie das der Mannschaft?

Macke: Für ein konkretes Mannschaftsziel ist es derzeit noch zu früh. Wir setzen uns wieder viele Einzelziele. Von deren Erreichen hängt dann das Abschneiden am Ende der Saison ab. Welche das genau sein werden, erarbeiten wir noch im weiteren Verlauf der Vorbereitung. Ich persönlich will mich als Führungsspieler noch weiterentwickeln, um für die Mannschaft in dieser Rolle noch mehr zu einer guten Gesamtleistung beitragen zu können.

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