Hüseyin Kücük sagt dem TuS ab und wechselt zum TSC

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TSC-Trainer Erdal Akyüz freut sich, dass Hüseyin Kücük von der U23 der Hammer SpVg zum TSC wechselt.

Hamm - Eigentlich hatte Hüseyin Kücük schon beim TuS Wiescherhöfen zugesagt, wollte von der Landesliga-Reserve der Hammer SpVg zurück an die Wielandstraße wechseln. Doch nun präsentiert Wiescherhöfens Bezirksliga-Konkurrent TSC Hamm den Mittelfeldspieler als Neuzugang für die kommende Saison.

„Nach den Vorfällen und Aussagen von Steven Degelmann (Anm. der Redaktion: Spielertrainer des TuS) nach unserem Spiel in Wiescherhöfen hat sich Hüseyin umentschieden. Da hat er Charakter gezeigt, das ist ganz stark“, sagt TSC-Coach Erdal Akyüz und meint damit die Partie Mitte April, als es nach dem Abpfiff vor den Kabinen Wortgefechte gegeben und Degelmann das Verhalten der Gäste kritisiert hatte. Neben Kücük wechseln aber noch zwei weitere Akteure aus der U23 der HSV zum TSC.

So werden in der kommenden Spielzeit auch Linksverteidiger Yasin Tirgil und Offensiv-Allrounder Aziz Kukovica für den TSC auflaufen. Zudem verstärkt sich das Team von Erdal Akyüz mit Yassine Achour Fadli vom SKC Maroc Hamm und Tufan Sari vom SVE Heessen. „Es wird noch einen sechsten Spieler geben, der zu uns kommt. Aber den Namen kann ich derzeit noch nicht bekannt geben, da der Junge noch etwas mit seinem alten Verein abklären muss“, so der Coach.

Verzichten muss er in der kommenden Saison dafür auf Tolga Özen (Ziel unbekannt), Burak Isektekin (eigene 2. Mannschaft) und Ahmet Göksen (SVF Herringen).

Mit einer konkreten Erwartung, welche Platzierung der TSC in der nächsten Spielzeit anpeilt, hält sich Akyüz zurück, dennoch stehen zwei Ziele ganz oben auf der Liste des Bezirksligisten. Zum einen will Akyüz – nicht wie in den vergangenen Jahren – am Ende der Spielzeit Akteure an die 2. Mannschaft abgeben, damit diese auf den letzten Drücker noch den Klassenerhalt in der Kreisliga A schafft. 

„Das wollen wir nicht wieder machen und werden da unsere Reserve in der Breite verstärken“, betont der TSC-Trainer. „Denn es wirft ein schlechtes Bild auf uns, wenn wir in den letzten sieben oder acht Saisonspielen mit einer geschwächten Mannschaft auflaufen und wir eine Niederlage nach der anderen kassieren, weil die Hälfte unserer Jungs in der Zweiten aushilft. Das darf nicht passieren, das will ich nicht wieder mitmachen.“

Das zweite große Ziel ist die Rückkehr in das Unionstadion. Nachdem der Platz in den vergangenen Monaten grundlegend saniert worden ist, soll die Anlage im August wieder an den TSC übergeben werden. 

„Unser Trainingsauftakt am 6. Juli wird da noch nicht stattfinden. Aber wir hoffen, dass wir unser erstes Heimspiel in gewohnter Umgebung bestreiten können. Dann wären wir endlich wieder zuhause. Das ist schon ein ganz großer Wunsch von uns“, meint Akyüz, der es schon als sportlichen Nachteil empfand, dass er mit seinen Schützlingen in der vergangenen Saison die Heimspiele meist im Jahnstadion austragen musste. 

„Das war immer wie ein halbes Auswärtsspiel“, sagt er und verweist darauf, dass sein Team mehr Punkte auf des Gegners Platz eingefahren hat als bei den – von der Papierform her – Heimpartien: „Das war schon traurig. Daher ist es wichtig, dass wir wissen, hier ist unser Platz. Wenn man sonst von einer Anlage zur nächsten fährt, bekommt nan nie die richtige Form in die Truppe.“

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