HSV-Trainer Hozjak gibt der zweiten Reihe im Pokal eine Chance

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Hamms Dalibor Gataric wird beim Holzwickeder SC nicht über die vollen 90 Minuten zum Einsatz kommen.

Hamm -  Keine Verschnaufpause: Drei Tage nach dem Sprung auf den dritten Platz der Fußball-Oberliga tritt die Hammer SpVg im Kreispokal-Achtelfinale beim Westfalenligisten Holzwickeder SC an. Mit der Mannschaft, die am Sonntag den FC Brünninghausen mit 2:0 besiegte, wird die HSV-Anfangsformation am Mittwoch (19 Uhr) allerdings nicht viel zu tun haben.

Hamms Trainer Sven Hozjak wird die Partie im Holzwickeder Montanhydraulik-Stadion nutzen, um den zuletzt kaum oder gar nicht eingesetzten Akteuren Spielpraxis zu geben – und die Chance, sich zu beweisen. „Die Jungs sollen mir mit ihrer Leistung sagen: ,Trainer, du hast keine Ahnung, ich muss am Sonntag gegen Kaan-Marienborn spielen.’“, so Hozjak.

Im Tor, darauf hat sich der 35-Jährige festgelegt, wird Philipp Sandhowe stehen. Im Kader sind auch die Perspektivspieler Andre Born, Yasin Acar, Mergim Deljiu und – falls er fit ist – Simon Schliewe aus dem Bezirksliga-Team. Gut möglich ist auch, dass der monatelang verletzte Manuel Dieckmann nach dosiertem Start bei Arminia Bielefeld II (30 Minuten Spielzeit) und gegen Brünninghausen (53 Minuten) seinen ersten Einsatz im HSV-Trikot über die volle Distanz bekommt. Danijel Gataric, Zwillingbruder von Dalibor, könnte nach mehrwöchiger Pause sein Pflichtspiel-Debüt für Hamm geben. Das wollte Hozjak allerdings von den letzten Trainingseindrücken abhänging machen.

Die Erwartungshaltung bleibt trotz veränderter Aufstellung aber dieselbe: „Ich will grundsätzlich jedes Spiel gewinnen. Dieses auch“, sagt Hozjak. Die Hammer dürfen sich auf einen hoch motivierten Gegner einstellen. Einen, der am Sonntag durch einen 6:0-Heimsieg gegen den FC Lennestadt noch einmal Selbstvertrauen getankt hat, auch wenn HSC-Trainer Axel Schmeing den Erfolg nicht überbewerten wollte. Für Hozjak war der Sieg der Holzwickeder jedoch Warnung genug: „Die haben sich warm geschossen für uns. Und sie haben nichts zu verlieren. Wir dürfen die Holzwickeder nicht unterschätzen, nur weil sie eine Liga tiefer spielen.“

Ein Blick in die jüngere Pokalvergangenheit unterstreicht Hozjaks Warnung. Die Gastgeber sind nicht nur der Titelverteidiger (4:2-Finalsieg über die SG Bockum-Hövel); sie warfen in der Saison 2012/13 auch die damals von Lars Müller trainierte HSV im Viertelfinale aus dem Wettbewerb.

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