SVE muss nach Derby-Pleite wieder nach unten schauen

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Die Heessener standen im Derby gegen TuS Germania Lohauserholz auf verlorenem Posten.

Hamm Pleiten, Pech und Pannen. Der SVE Heessen erwischte im Derby der Fußball-Bezirksliga gegen den TuS Germania Lohauserholz einen gebrauchten Tag und muss sich nach der dritten Niederlage in Folge nach unten orientieren. Die Hölzkener hingegen sind nach dem verdienten 4:1 (1:0)-Auswärtssieg wieder im Soll.

Während die Gäste mit zielstrebigem Angriffsfußball überzeugten, stimmte bei Heessen die Abstimmung nicht. Viele Abspielfehler im Spielaufbau sorgten dafür, dass der SVE offensiv ohne Durchschlagskraft blieb. „Hölzken war zweikampfstärker und agiler. Natürlich haben wir auch etwas Pech gehabt, das war am Ende aber nicht ausschlaggebend für die Niederlage. Wir müssen weiter an unserer Einstellung arbeiten“, war SVE-Coach Marian Christel unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die zwei verletzungsbedingte Wechsel zu verkraften hatte. Kevin Messner brach sich kurz vor der Halbzeit in einem Zweikampf die Nase, Schlussmann Patrick Lohsträter blieb nach der Pause mit einer Schulterverletzung in der Kabine, die er sich beim ersten Gegentreffer zugezogen hatte. Für ihn kam Altherren-Keeper Sascha Gutsche, der kurzfristig einsprang, weil die etatmäßige Nummer eins, Cedric Packheiser, nicht zur Verfügung stand.

Von Beginn an waren die Gäste druckvoller und gingen verdient in Führung. Bei einem langen Ball zögerte Lohsträter zunächst, entschied sich dann aber doch dafür, aus dem Kasten zu laufen. Beim Klärungsversuch rasselte der Schlussmann allerdings mit Serkan Adas zusammen, dessen Schuss zum 1:0 ins verwaiste Tor flog (22.). Drei Minuten später hatte Irfan Uzungelis aus der Distanz die Chance nachzulegen. Sein wuchtiger Versuch landete jedoch nur am Pfosten. Auf der Gegenseite köpfte Messner nach einer Ecke auf die Latte und verpasstemit der einzigen hochkarätigen Möglichkeit der Gastgeber im ersten Durchgang den Ausgleich (28.).

Auch nach dem Seitenwechsel erwischte der TuS den besseren Start und erhöhte auf 2:0. Zwar klärte Gutsche gegen Dimitrij Seludko noch zur Seite, beim Nachschuss des freistehenden Kevin Hillebrand war er allerdings machtlos (47.).

Mit einem satten Schuss aus 35 Metern brachte Bünyamin Uysal die Heessener zunächst auf 1:2 heran, doch die Antwort der Germanen ließ nicht lange auf sich warten (53.). Nach Zuspiel von Adas legte Hillebrand mit seinem zweiten Treffer das 1:3 nach und stellte den alten Abstand wieder her (54.).

Erst in der Schlussphase wachte die SVE-Offensive auf und gestaltete das Spiel ausgeglichener. Im Anschluss an eine schöne Kombination fand Alessandro Palermo aus kurzer Distanz in TuS-Keeper Marcel Klemmer seinen Meister, der mit einem starken Reflex das zweite Gegentor verhinderte und wenig später einen Uysal-Freistoß über den Querbalken lenkte (83.).

Auf der anderen Seite lenkte Gutsche einen Schuss des eingewechselten Mike Scholtysik an den Pfosten, bevor der umtriebige Adas den 1:4-Endstand herstellte (86.). „Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet und jeder Spieler hat sich für die anderen eingesetzt“, lobte Hölzkens Trainer Michael Scheffler die geschlossene Mannschaftsleistung seiner Truppe.

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