Hochverdienter Sieg für die SG beim TSC

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Treffsicher: Bockum-Hövels Steven Fachmin.

Hamm -  „Die Luft ist absolut raus. Wir müssen die Saison jetzt einfach abhaken“, war TSC-Trainer Erdal Akyüz nach dem 1:5 (1:3) gegen die SG Bockum-Hövel froh, dass die Spielzeit und die Niederlagenserie nun beendet ist. „So etwas werde ich nächste Saison nicht mehr mitmachen. Seit drei Jahren stellen wir immer, wenn wir gerettet sind Spieler an die zweite Mannschaft ab, aber dann geht bei uns nichts mehr.“

Nach einer ereignisarmen Anfangsviertelstunde nutzt die Sport-Gemeinschaft die erste Chance zur Führung. Nach einem Ballverlust des TSC am eigenen Strafraum spielte Steven Farchmin in den Lauf von Dennis Vittinghoff, der TSC-Keeper Fatih Tas keine Abwehrmöglichkeit ließ (18.). Auch danach befand sich die Hintermannschaft der Gastgeber im kollektiven Tiefschlaf, was Farchmin mit einem Schuss aus der Drehung zum 0:2 nutzte (20.).

Zu selten zeigte der TSC Engagement und ließ sein Können aufblitzen. Doch nach einem tollen Zuspiel von Youssef Bouaid gelang Tamer Saglam mit einem Heber über SG-Schlussmann Thomas Goeke der Anschluss (24.). Die Freude währte aber nicht lange, denn wenig später stellten die Bockum-Höveler den alten Abstand wieder her, als Farchmin nach Steilpass von Fabian Düser mit einem Schuss ins kurze Eck erfolgreich war (28.). Für Aufregung sorgte eine Szene in der 38. Minute, in der Abdullah Sahin den Außenpfosten traf und beim Abschluss von Goeke hart angegangen wurde.

Nach Ende des ersten Durchgangs beschwerte sich Erdal Akyüz beim Unparteiischen, fragte, ob es nicht einen Elfmeter hätte geben müssen und wurde von Leo Bender (Dortmund) des Innenraums verwiesen. Erst nach 25-minütiger Pause kehrte der Schiedsrichter ins Jahnstadion zurück und zeigte Erdal Akyüz, der am Spielfeldrand auf einem Stuhl saß, die Rote Karte. Bender erklärte: „Er hat mir gesagt, dass er auch Spieler ist, und weil ich einen Spieler nicht des Innenraums verweisen kann, musste ich ihm die Rote Karte zeigen. Das ist eine regeltechnische Angelegenheit.“

Direkt nach Wiederanpfiff nutzte Vittinghoff die allgemeine Verwirrung beim TSC, um für die Entscheidung zu sorgen (46.). Nach einem Konter schloss Farchmin einen Doppelpass mit Düser zum 1:5 ab (60.), ehe auch der TSC Hamm einmal Offensivgefahr versprühte, als ein Lupfer von Abdullah Sahin am Pfosten landete (62.).

Bockum-Hövel hatte nun leichtes Spiel und erarbeitete sich zahlreiche gute Gelegenheiten, um das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, spielte diese aber nicht konsequent zu Ende. So vereitelte entweder der starke TSC-Schlussmann Fatih Tas die Großchancen oder Thomas Wilczek (75., 76.) und Steven Farchmin (84.) vergaben freistehend aus aussichtsreicher Position.

„Das war ein lockerer Sieg, hoch verdient, der noch höher hätte ausfallen können“, war SG-Coach Markus Matzelle zufrieden. „Die Jungs haben das Spiel ernst genommen, so wie die Wochen zuvor. Jetzt freuen wir uns auf sechs Wochen Pause und greifen dann neu an.“

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