Aufgabe beim Liga-Zweiten

ASV Hamm-Westfalen ohne Jakob Macke nach Lübbecke

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Fällt mit einer Handgelenksverletzung aus: Jakob Macke.

Hamm - Die Aufgabe scheint beim Blick auf die Tabelle kaum lösbar zu sein. Wenn Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen am Samstagabend um 19 Uhr in der Merkurhalle beim Bundesliga-Absteiger und aktuellen Zweiten TuS Nettelstedt-Lübbecke antritt, läuft er als krasser Außenseiter auf.

Doch in dieser Ausgangslage sieht Trainer Niels Pfannenschmidt durchaus eine kleine Chance. „Einfacher geht es nicht“, sagt der Coach. „Auf uns setzt doch keiner nur einen Pfifferling.“

Tatsächlich herrscht im Umfeld des Vereins in Werries bei aktuell nur vier Punkten große Unzufriedenheit, was die sportliche Situation angeht. Und die enttäuschende Leistung von Würzburg, bei der der Mannschaft nach der 19:27-Niederlage gegen die DJK Rimpar Wölfe vor allem in der zweiten Halbzeit kollektives Versagen nachgesagt wurde, hat nicht gerade für Hoffnung gesorgt, dass in naher Zukunft die Trendwende geschafft werden kann. In Lübbecke droht sogar der Absturz auf einen Abstiegsplatz. „Natürlich haben wir derzeit eine sehr schwierige Situation“, räumt Pfannenschmidt ein. „Momentan stecken wir offenbar in einer Ergebniskrise.“

Für den Trainer geht es darum, aus dem Verhalten der Truppe die richtigen Schlüsse zu ziehen. Nach der Rückkehr aus Würzburg wurde am Sonntagmorgen trainiert, anschließend sprach Pfannenschmidt zunächst selbst mit den Spielern, ordnete danach eine teaminterne Aussprache ohne Trainer an. Mit den anschließenden Reaktion bei den folgenden Übungseinheiten zeigt sich der Coach zufrieden. „Die haben unterstrichen, dass die Mannschaft intakt ist, wir kein zerstrittener Haufen sind. Der Zusammenhalt ist groß. Deswegen bin ich fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam diese schwere Situation meistern werden.“

Den Worten des Trainers müssen jetzt angesichts der bedrohlichen Tabellenlage Taten folgen. Was natürlich beim Gastgeber in Lübbecke, der laut Pfannenschmidt der große Favorit auf den Bundesliga-Aufstieg ist, nicht einfach sein wird. „Ich habe den Jungs gesagt, dass es schlimmer doch nicht kommen kann. Wir müssen in der Deckung aggressiv agieren, aber auch mutig den Weg nach vorn suchen, um dort zu bestehen.“

Genaue Diagnose bei Macke noch offen

Mit Nikola Blazicko und Peter Tatei verfügen die Ostwestfalen über zwei herausragende Torhüter. Pontus Zettermann und Lukasz Gierak gehören zu den Topscorern der 2. Bundesliga. „Zudem stellen sie eine sehr kompakte Abwehr. Alles zusammen ergibt ein Gesamtpaket, das sie zum absoluten Spitzenteam macht“, betont der ASV-Trainer.

Am Gesamtpaket der Hammer muss Pfannenschmidt dagegen noch intensiv arbeiten. Beim ASV lief es in Rimpar vor allem im Rückraum nicht. „Ich habe 15 Fehlversuche gezählt. Das ist einfach zu viel“, erklärt der ASV-Coach, der vor allem darauf setzt, dass bei Fannar Fridgeirsson endlich auch auf der Platte der Knoten platzt. Der Neuzugang sucht nach einer langwierigen Schulterverletzung weiterhin seine Form. „Im Training sieht alles schon sehr gut aus, nur im Spiel konnte er das bisher nicht umsetzen“, sagt Pfannenschmidt. Der hofft, dass der Isländer die vermutlich vorhandene Blockade möglichst bald lösen kann.

Auch personell sieht es bei den Hammern nicht gut aus. Neben Linksaußen Fabian Huesmann (Ellbogenverletzung) und Rechtsaußen Lukas Blohme (Brustverletzung) fällt zudem Routinier Jakob Macke aus. „Jakob ist in der Abwehr ein Führungsspieler. Das trifft uns natürlich besonders hart“, stöhnt der Coach. Der 27-Jährige hat im Training einen Schlag auf die Hand bekommen, klagt seitdem über Schmerzen im Handgelenk. „Wir können noch nicht sagen, wie lange er ausfallen wird“, sagt Pfannenschmidt. „Eine genaue Diagnose wird erst nach einem MRT feststehen. In Lübbecke wird er aber auf keinen Fall spielen können.“

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